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John Wall (2. v. r.) ging in North Carolina zur Highschool © getty

Die NCAA-Saison neigt sicht dem Ende zu, March Madness steht bevor. Alles spricht von John Wall, doch auch ein Deutscher steht im Fokus.

Von Dominik Langenegger

München - John Wall - an diesem Namen kommt die diesjährige College-Basketball-Saison nicht vorbei.

Der Freshman von den Kentucky Wildcats dominiert die Schlagzeilen wie nur wenige "Erstklässler" zuvor. Die Statistiken des 19-Jährigen mit 17 Punkten, 6 Assists, 4 Rebounds und 2 Steals pro Partie sprechen schon für sich.

Doch diese Durchschnittswerte liefert der mit Derrick Rose und Rajon Rondo verglichene Point Guard auch noch bei einem Top-Favoriten auf die College-Meisterschaft und sorgt somit bei den NBA-Verantwortlichen für Begeisterung.

"John spielt großartig. Den ersten Pick beim diesjährigen Draft wird ihm niemand streitig machen", stellt Superstar LeBron James fest.

Mit seinen Teamkollegen DeMarcus Cousins und Patrick Patterson sorgt Wall für ordentlich Wirbel in der NCAA, nicht umsonst werden alle drei als Lottery-Kandidaten gehandelt.

Zwei weitere Favoriten

Doch im Schatten der "Great Wall of Kentucky" ("Sports Illustrated") positionierten sich neben Kentucky vor allem Syracuse und Kansas als aussichtsreichste Titelkandidaten. Mit dem wohl komplettesten Spieler im College-Basketball Wesley Johnson und dem verbale Anführer Andy Rautins werden die Syracuse Orange als aktuell stärkstes Team des Trios angesehen.

Die Kansas Jayhawks setzen auf ein ausgeglichenes Mannschaftsgefüge um den stark aufspielenden Freshman Xavier Henry, Junior-Center Cole Aldrich und Senior Sherron Collins.

Bulldogs wollen Überraschungserfolg

Am Sonntag war der Auswahltag, an dem die Teams für die Finalrunde zusammengestellt wurden.

Kentucky, Syracuse und Kansas werden die March Madness aller Voraussicht nach dominieren, doch das Fußball-Sprichwort "der Pokal hat seine eigenen Gesetze" lässt sich problemlos auf die NCAA-Finalspiele projizieren.

Jahr für Jahr überraschen sogenannte "Cinderella-Teams", die zuvor kein Experte auf der Rechnung hatte. Einen solchen Überraschungserfolg streben auch die Gonzaga Bulldogs um den deutschen Nationalspieler Elias Harris an.

Harris erntet viel Lob

Der 20-Jährige spielt eine starke erste Saison bei den Zags. Mit durchschnittlich 15 Punkten, 7 Rebounds und spektakulärer Athletik wird Harris bereits mit Shawn Marion verglichen. Gestern ProB in Speyer, heute NCAA in Gonzaga, morgen schon NBA? (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Insbesondere bei "ESPN" wird mit Lob für den Flügelspieler nicht gegeizt. "Er ist großartig. Harris wird einer der besten Gonzaga-Forwards aller Zeiten sein", so Jay Bilas.

Kommt die NBA zu früh?

Draft-Experte Chad Ford siedelt Harris gar als 16.-größtes Talent 2010 an. Ob er sich jedoch überhaupt in diesem Jahr zum Draft anmelden wird, ist noch offen und hängt wohl auch vom Abschneiden seiner Bulldogs in den Finalspielen ab.

"Ehrlich gesagt denke ich, dass ich noch nicht so weit bin," so Harris, "denn es gibt noch so viele Dinge an denen ich arbeiten kann". Eine grundsolide Einschätzung des Überathleten, doch die Vergangenheit zeigt, dass viele Kandidaten von dieser Einstellung wieder abrücken, sobald NBA-Geldscheine in Aussicht stehen.

Sollten es die Zags überaschenderweise ins Final Four nach Indianapolis schaffen und Harris mit starken Leistungen auftrumpfen, dann darf sich Deutschland auf einen weiteren deutschen Nationalspieler in der stärksten Basketballliga der Welt freuen.

Und auf John Wall, die Freshman-Sensation aus Kentucky.

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