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Niels Giffey (m.) kam aus dem Nachwuchs von ALBA Berlin nach Connecticut © getty

Niels Giffey gewinnt mit Connecticut die College-Meisterschaft gegen Butler. Die Abwehr und der NBA-Kandidat geben den Ausschlag.

Von Eric Böhm

München/Houston - Die University of Connecticut Huskies haben sich zum dritten Mal nach 1999 und 2004 die College-Meisterschaft gesichert.

Das Team des Berliners Niels Giffey setzte sich in einer echten Abwehrschlacht mit 53:41 (19:22) gegen die Butler Bulldogs durch.

Die starke Verteidigung der Huskies gestattete Butler lediglich eine Feldwurfquote von 19 Prozent - Negativrekord im Final Four.

"Butler spielt genau wie wir eine richtige gute Verteidigung. Unsere Athletik hat letztendlich den Ausschlag gegeben. Ich glaube, Freunde großartiger Abwehrarbeit hatten Spaß an dem Spiel", analysierte UConns Trainer Jim Calhoun die Partie.

Giffey mit guter Leistung

Giffey kam von der Bank und bot beim elften Huskies-Sieg hintereinander mit vier Punkten und sechs Rebounds eine gute Leistung.

Center Enosch Wolf aus Göttingen kam dagegen erneut nicht zum Einsatz.

Mit dem Finalsieg wandeln die beiden Deutschen auf den Spuren von Henrik Rödl, der 1993 mit North Carolina als bislang letzter Deutscher den Titel gewann.

Auch Magnus Pelkowski (Indiana University/1987) und Christian Ast (Duke University/1991/1992) hatten sich zuvor in die Siegerlisten eingetragen, kamen aber beide in den jeweiligen Endspielen nicht zum Einsatz.

Rekordkulisse in Houston

Vor der Rekordkulisse von 75.000 Fans im Reliant Stadium von Houston - die Heimstätte der Houston Texans aus der NFL - hielt Butler in der ersten Hälfte noch gut mit.

Der amtierende Vizemeister ging durch Shelvin Macks Dreier von ganz weit Draußen sogar mit einer Führung in die Halbzeit.

Der Guard war mit 13 Punkten und neun Rebounds zwar der auffälligste Bulldog, traf aber im gesamten Spielverlauf nur vier seiner 15 Versuche aus dem Feld.

Butler geht die Luft aus

Im zweiten Durchgang ging dem Außenseiter gegen die tiefer besetzten Huskies dann jedoch die Luft aus.

"Sie haben fantastische Athleten. Wir hatten riesige Probleme überhaupt Würfe abzugeben, geschweige denn zu treffen", sagte Mack.

Vor allem Butlers Star Matt Howard erlebte deshalb eines seiner schwächsten Spiele und traf nur einen seiner 13 Würfe.

"Habe Tränen in den Augen"

UConn-Star Kemba Walker war mit 16 Zählern und neun Rebounds einmal mehr der überragende Mann auf dem Parkett.

Der Guard aus New York wird sich also vermutlich mit einem Meistertitel in die NBA verabschieden, obwohl er noch ein Jahr in Storrs bleiben könnte.

"Ich habe Tränen in den Augen. Wir waren in den letzten Wochen nicht aufzuhalten. Deshalb sind wir jetzt der neue Meister", jubelte Walker.

Center Alex Oriakhi steuerte mit jeweils elf Punkten und Rebounds ein Double-Double bei.

UConn stellt Rekord ein

Außerdem stellte UConn mit zehn Blocks einen March-Madness-Rekord ein.

Calhoun ist erst der fünfte Coach, der drei Meistertitel gewinnen konnte und mit 68 Jahren auch der älteste Meistertrainer aller Zeiten.

"Diese Jungs sind etwas Besonderes. Diese Saison hat mir unglaublich viel Freude gemacht. Sie sind wie Brüder", schwärmte der Hall of Famer, der seit 25 Jahren die Geschicke der Huskies leitet.

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