vergrößernverkleinern
Magic Johnson gratuliert Chris Allen zum 62:54 im Viertelfinale gegen Louisville © getty

Beim NCAA-Final-Four greift Michigan State vor Magics Augen wieder nach dem Titel. Connecticut hat "Tha-Beast" und ein Problem.

Von Michael Spandern

München - Wenn in der Motor City die Wirtschaftskrise zur Randnotiz schrumpft, kommt etwas Großes auf Detroit zu:

Auch Anfang April grassiert die March Madness, das Playoff-Turnier der College-Korbjäger, dessen Final Four diesmal im "Ford Field" steigt und in Michigan weit mehr Emotionen freisetzt als die Pistons und ihr Kampf um ein NBA-Playoff-Ticket.

Denn mit den Michigan State Spartans steht 15 Jahre nach Duke (in Charlotte) wieder ein Team aus dem gastgebenden Staate im Halbfinale.

Ehrung für Magic und Bird

Vor den Augen von Magic Johnson, der die Uni vor 30 Jahren im Finale gegen die von Larry Bird angeführten Indiana State Sycamores zum Sieg führte, geht es um dessen Vermächtnis.

Und Magic weilt sicher nicht nur vor Ort, da er gemeinsam mit "Larry Legend" geehrt werden soll. Der ehemalige Lakers-Spielmacher sah schon beim Viertelfinale zu, wie das Team von Trainer Tom Izzo die in der Midwest-Region an Position eins gesetzten Louisville Cardinals ausschaltete.

Die Spartans und ihr Topscorer Kalin Lucas (14,6 Punkte pro Spiel) treffen in der Nacht auf Sonntag (0.07 Uhr) auf die Connecticut Huskies, bei denen allerdings eine dunkle Wolke über den sportlichen Erfolgen hängt. (Hier geht's zur Vorschau aufs zweite Halbfinale, North Carolina ? Villanova)

1565 SMS für ein Talent?

Coach Jim Calhoun besiegte zwar zweimal den Krebs, holte bei beiden Final-Four-Teilnahmen den Titel und wäre der Zahlenreihe zufolge nach 1999 und 2004 auch wieder dran - doch seine größter Kampf könnte der gegen die jetzigen Schlagzeilen sein.

Seit dem Achtelfinale steht die Uni im Verdacht, den talentierten Nate Miles 2006 und 2007 illegal über einen Agenten geködert zu haben.

Als Beleg dienen sage und schreibe 1565 SMS, die der vermeintliche Vermittler Josh Nochimson von vier Coaches der Uni erhalten hat.

Null Spielminuten, ein Missbrauchsvorwurf

Hätten die Huskies nur gewusst, dass Miles nie eine Minute für sie spielen würde:

Nachdem eine Studentin den Zwei-Meter-Mann beschuldigte, sie missbraucht zu haben, wurde Miles im Oktober fortgejagt und spielt seither für das unterklassige College Southern Idaho.

Dafür glänzen andere: Spielmacher A.J. Price führt Connecticut mit 14,7 Punkten und 4,8 Assists pro Partie an, Hasheem Thabeet, das Block-Monster mit tansanischen Wurzeln, verbreitet in der Defensive Schrecken. Der 2,20 Meter große Center weist 4,6 Würfe pro Spiel zurück - nur Jarvis Varnado (Mississippi State) liegt NCAA-weit vor "Tha-Beast".

(Weiter zur Vorschau aufs zweite Halbfinale, North Carolina ? Villanova)

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel