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Kämpfer unter sich: Tyler Hansbrough mag den Ball nicht an Blake Griffin loswerden © getty

Tyler Hansbrough vom Jordan-College North Carolina will endlich den NCAA-Titel gewinnen. Ein Underdog ist dagegen.

Von Michael Spandern

München - Sein Kampfname hat längst NBA-Klang, seine Auszeichnungen sind Legion, doch der beste Spieler der vorigen Saison steht vor seinem letzten Wochenende als Collegeakteur noch ohne Titel da.

Tyler "Psycho T" Hansbrough sucht nach dem bitteren Halbfinal-Aus seiner North Carolina Tar Heels 2008 gegen den späteren Meister Kansas die Chance zur Wiedergutmachung.

Der für seinen unerbittlichen Einsatz bekannte Power Forward muss dazu in der Nacht auf Sonntag (2.47 Uhr) den Underdog aus Villanova bezwingen.

(Hier geht's zur Vorschau aufs erste Halbfinale, Michigan State ? Connecticut)

Ein zweites NBA-Kaliber

Während die Wildcats mit sieben Niederlagen die meisten aller Halbfinalisten kassierten und im Osten nur an dritter Stelle gesetzt waren, weisen die Tar Heels mit 32 Siegen in 36 Spielen die beste Saisonbilanz auf.

Und sie haben neben Tyler Hansbrough, der in dieser Saison 20,9 Punkte pro Spiel erzielte, mit Spielmacher Ty Lawson ein zweites NBA-Kaliber.

Der machte auch den Unterschied, als Hansbrough beim 72:60-Erfolg gegen Oklahoma im Viertelfinale von seinem Widersacher Blake Griffin (23 Punkte, 16 Rebounds) in den Schatten gestellt wurde.

Griffin führt die NCAA 2008/09 in Rebounds an und wurde wie Hansbrough zu den besten fünf Spielern des Landes gewählt.

Draft-Ziel erste Runde

Lawson wurde als bester Spieler der Atlantic Coast Conference ausgezeichnet und ist neben Wayne Ellington und Danny Greene einer von drei Akteuren, die nur noch nicht in der NBA spielen, da sie 2008 nicht damit rechneten, in der ersten Draft-Runde rekrutiert zu werden.

Ihre Chancen dürften sie beträchtlich verbessern, wenn sie die Uni zu ihrem fünften Mal führen und damit das Erbe von Michael Jordan und Henrik Rödl, dem bislang einzigen deutschen Champion, antreten.

Die Tar Heels stehen zum vierten Mal in zehn Jahren unter den letzten Vier und waren zuletzt 2005 mit Raymond Felton, Rashad McCants und Sean May Champions.

Premiere für Jay Wright

Villanova, das erstmals seit dem Titelgewinn 1985 wieder im Final Four steht, kommt mit dem Schwung eines dramatischen Viertelfinal-Siegs:

Eine halbe Sekunde vor Schluss warf Scottie Reynolds die Wildcats zum 78:76 gegen Pittsburgh.

Reynolds (15,2 Punkte pro Spiel) ist nach Dante Cunningham (16,2) der zweitbeste Scorer im Team von Jay Wright, dem einzigen Trainer, der in Detroit sein erstes Final Four erlebt.

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