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Dwyane Wade (l.) ist in Chicago geboren und aufgewachsen © getty

Beim Erfolg seiner New York Knicks verpasst der Finals-MVP von 2006 den Klubrekord nur knapp. Boston erlebt in Cleveland ein Debakel.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - Mike D'Antoni, Trainer der New York Knicks, stand nach der Partie seiner Mannschaft gegen die Miami Heat Dwyane Wade gegenüber und suchte nach Worten.

"Das ist einfach nur unglaublich, dass du so gut bist", brachte der Coach dann doch noch hervor.

Nur wenige Minuten zuvor hatte der Guard der Miami Heat D'Antonis Team auseinandergenommen. Quasi im Alleingang besiegte Wade mit den Heat-Statisten die Knicks mit 122:105.

Der Finals-MVP von 2006 stellte dabei mit 55 Punkten eine persönliche Bestmarke auf, holte zudem noch neun Rebounds und verteilte vier Assists.

Konzentriert in der Umkleidekabine

"Ich habe mich schon recht früh auf dieses Spiel konzentriert. Als ich in der Umkleide kaum mit den Jungs geredet habe, dachten die, dass irgendetwas nicht stimmt", sagte Wade.

Aber mit Wade war alles in bester Ordnung.

"Er hat einen Wurf nach dem anderen getroffen, jeden", stellte Knicks Forward Al Harrington fest, "wenn er heiß läuft kann es ein ganz langer Abend werden."

Für die Knicks wurde es dann auch einer.

Klubrekord fehlt noch

Denn die Knickerbockers sind offensichtlich der Lieblingsgegner für 50-Punkte-Spiele. Neben Wade erzielten auch LeBron James und Kobe Bryant über 50 Zähler gegen den New Yorker Klub.

Zum Klubrekord reichte es dann aber doch nicht. Den hält seit dem 15. April 1995 Glen Rice, als er gegen die Orlando Magic 56 Punkte beim 123:117-Sieg erzielte.

"Dwyane hat schon alle möglichen Rekorde gebrochen. Den einen kann er schon Glen Rice lassen", sagte Coach Erik Spoelstra.

Rookies blühen in Wades Schatten auf

Neben Wade zeigten auch die beiden Rookies Michael Beasley und Mario Chalmers das mit den Heat in den Playoffs zu rechnen ist.

Beasley kam auf 28 Punkte und 16 Rebounds, Chalmers erzielte 15 Zähler, gab neun Vorlagen und schnappte sich vier Steals.

Durch den Erfolg über New York und die gleichzeitige Niederlage der Philadelphia 76ers bei den Toronto Raptors (104:111) sicherten sich die Heat Platz fünf im Osten und treffen in der ersten Playoffrunde auf die Atlanta Hawks. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Cleveland Cavaliers - Boston Celtics 107:76

Die Cleveland Cavaliers haben in beeindruckender Weise gezeigt, weshalb sie auf dem ersten Platz der Eastern Conference stehen.

Die Mannschaft um LeBron James wies Meister Boston Celtics mit 107:76 in die Schranken und untermauerte ihren Anspruch auf den Titel.

Keine Botschaft vom König

"Das war keine Botschaft. Haben wir diese Saison nicht schon genug Botschaften hinterlassen? Uns geht es nur darum, uns von Spiel zu Spiel zu verbessern", sagte "King James", der mit 29 Punkten bester Scorer auf dem Parkett war.

"Aber es war auch unglaublich: Als ich zur Anzeigentafel hoch gesehen habe, stand da, dass die Celtics nur 15 Prozent aus dem Feld getroffen haben."

Grausames erstes Viertel

Dies führte dazu, dass die Cavaliers den ersten Spielabschnitt mit 31:9 in Führung gingen und den Vorsprung im zweiten Viertel auf über 30 Punkte ausbauten.

Für Cleveland war es der einseitigste und höchste Sieg gegen Boston in der Klubgeschichte.

Bei den Celtics kam Paul Pierce als bester Werfer auf nur 14 Punkte.

Weitere Ergebnisse:

Toronto Raptors - Philadelphia 76ers 111:104Beste Werfer: Spencer Hawes 24 - Tony Parker 25

Sacramento Kings - San Antonio Spurs 92:95Beste Werfer: Chris Bosh 22 - Lou Williams 23

Los Angeles Lakers - Memphis Grizzlies 92:75Beste Werfer: Andrew Bynum 18 - O.J. Mayo 20

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