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Die Entscheidung: Jason Terry (r.) trifft zum 96:94 für die Mavericks © getty

Die Mavericks verteidigen mit dem Sieg über Minnesota Platz sieben im Westen und profitieren von New Orleans' Niederlage in Houston.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Es war ein gehöriger Kraftakt in den letzten Minuten, der den Dallas Mavericks die Chance auf Platz sechs in der Western Conference am Leben erhält.

Dank Jason Terrys Korberfolg 0,2 Sekunden vor Ende gewannen die Texaner ihr Heimspiel gegen die Minnesota Timberwolves mit 96:94.

Gleichzeitig profitierte die Truppe um den überragenden Dirk Nowitzki, der mit 34 Punkten bester Scorer auf dem Feld war (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch), von der überraschend deutlichen 66:86-Niederlage der New Orleans Hornets in Houston.

Mit einem Sieg im letzten Saisonspiel und einer gleichzeitigen Niederlage der Hornets bei den San Antonio Spurs (Do., 2 Uhr LIVESCORES) würde Dallas an New Orleans noch vorbeiziehen.

Utah bleibt dran

Allerdings können die Mavericks auch noch auf Rang acht abrutschen. Denn Konkurrent Utah Jazz sitzt den Texanern weiter im Nacken.

Die Mannschaft von Hall-of-Fame-Kandidat Jerry Sloan setzte sich im Heimspiel gegen Chris Kamans Los Angeles Clippers mit 106:85 durch und liegt weiterhin nur eine Niederlage hinter Dallas. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Zudem spricht die Conference-Bilanz für den Klub aus Salt Lake City.

Allerdings müssen die Jazz im abschließenden Spiel der Regular Season beim besten Teams des Westens, den Los Angeles Lakers antreten (Mi., 4.30 Uhr LIVESCORES), während die Mavericks im heimischen American Airlines Center die Houston Rockets (Do., 2 Uhr LIVESCORES) empfangen.

One-Man-Show im dritten Viertel

"Wir mussten dieses Spiel unbedingt gewinnen", sagte Nowitzki, der mit seiner One-Man-Show im dritten Viertel die Mavericks auf Kurs hielt.

Der Power Forward erzielte 17 der ersten 19 Dallas-Punkte und war der einzige Mavericks-Akteur, der in den ersten 37 Minuten an der Freiwurflinie stand.

Erst bei noch 11:06 Minuten zu spielen, wurden Brandon Bass zwei Freiwürfe zugesprochen.

Mavericks schwören sich ein

Doch auch Nowitzki konnte nicht verhindern, dass die Mavericks 3:13 Minuten vor Ende der Partie mit sieben Punkten ins Hintertreffen geriet.

"Die Jungs haben sich dann darauf eingeschworen. Sie sagten: 'Es steht hier eine Menge auf dem Spiel. Wir müssen irgendwie einen Weg finden, um dieses Spiel zu gewinnen.' Und das haben sie dann auch geschafft", freute sich Mavericks-Coach Rick Carlisle.

Defensivaktionen von Nowitzki

Nowitzki riss dann aber das Spiel an sich.

Erst blockte er 2:02 Minuten vor Ende einen Wurf von Sebastian Telfair, der den T-Wolves einen Verstoß gegen die 24-Sekunden-Regel einbrachte.

41 Sekunden vor Schluss glich er mit einem Korbleger zum 94:94 aus und 37 Sekunden später schlug Telfair den Ball aus der Hand, den sich Erick Dampier sicherte und die Mavs wieder in Ballbesitz brachte.

"Gebt mir den Ball, gebt mir den Ball!"

Anschließend schlug die große Stunde von Jason Terry. Bereits in der Auszeit forderte der Guard "Gebt mir den Ball, gebt mir den Ball!", was Jason Kidd dann auch tat.

Der Point Guard bediente Terry fünf Meter vom Korb entfernt, der ließ Craig Smith ins Leere springen und traf 0,2 Sekunden vor Ende zum 96:94.

"Ich wusste, dass ich ihn reinmachen werde, ich habe es gespürt", sagte der Matchwinner überglücklich.

Terry als "Closer"

"Das war ein sensationeller Move von Jason. Beim Baseball würde man sagen: Er ist unser Closer", lobte Nowitzki seinen Mitspieler, der trotz des Fehlens von Josh Howard von der Bank kam.

Für Howard, der seinem lädierten Sprunggelenk eine Pause gönnte, rückte J.J. Barea wieder in die Starting Five und Antoine Wright von der Shooting-Guard-Position auf die des Small Forwards.

Den Timberwolves blieb noch der Hauch einer Chance, doch der Einwurf der Gäste fand keinen Abnehmer, weil ein Maverick die Hand dazwischen hatte. Es war Nowitzki.

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