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Carl Landry (M.) bestritt gegen New Orleans das vierte Spiel nach seiner Schussverletzung © getty

Gemischte Gefühle bei Dallas' Konkurrenten: Während die Hornets die Entscheidung vergeben, halten die Jazz ihre Chance auf Rang sechs am Leben.

Von Rainer Nachtwey

München/Houston - Die New Orleans Hornets hätten alles klar machen können: Ein Sieg in Houston und Platz sechs wäre ihnen nicht mehr zu nehmen gewesen.

Aber einen Tag nach dem wichtigen Sieg über Dallas (Platz sechs für Dallas in weiter Ferne) ging die Truppe aus dem "Big Easy" mit 66:86 bei den Houston Rockets unter.

Ein Spiel vor Ende der Regular Season trennt die Hornets nur noch der direkte Vergleich von den siebtplatzierten Mavericks (Nowitzkis One-Man-Show lässt Dallas träumen) und ein Sieg von den Utah Jazz, dem Achten der Western Conference.

Scharfe Kritik vom Trainer

Vor allem im zweiten und dritten Viertel lief bei den Hornets so gut wie nichts zusammen. Mit 28:13 und 20:11 gingen die Spielabschnitte an die Gastgeber.

"Das ist schon sehr enttäuschend", trauerte Trainer Byron Scott der vergebenen Chance nach. Die mangelnde Einstellung brachte den Coach auf die Palme: "Zu viele meiner Spieler denken, dass sie den Schalter in den Playoffs umlegen können. Aber das wird nicht passieren."

Allerdings hatte der Coach das Problem schnell erkannt: "Wir spielen nicht in jedem Spiel mit dem Einsatz, mit dem wir könnten. Das müssen wir abstellen."

Stars bleiben blass

Nach ihren Gala-Auftritten gegen die Mavericks blieben vor allem die beiden Starspieler Chris Paul und David West blass.

Paul kam lediglich auf neun Punkte und sieben Assists, West steuerte 14 Zähler und zehn Rebounds bei.

"Sie haben uns fertig gemacht. Das war peinlich", stellte Paul konsterniert fest. "Sie haben uns in allen Belangen einfach nur fertig gemacht."

Noch alles drin für Houston

Für Houston war es im Kampf um Platz drei im Westen ein wichtiger Erfolg. Mit nun 53 Siegen bei 28 Pleiten liegen die Texaner gleichauf mit den Portland Trail Blazers.

San Antonio (102:77 bei den Golden State Warriors) sitzt Houston mit einem Sieg und einem Spiel Rückstand im Nacken. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Wir müssen unser letztes Spiel unbedingt gewinnen, denn im Moment ist noch nichts sicher. Mit einem weiteren Erfolg können wir sogar noch auf Platz zwei vorrücken. Das wäre schon großartig", meinte Houstons chinesischer Center Yao Ming.

Und sein argentinischer Mitspieler Luis Scola stimmte ein. "Im Moment ist für uns noch alles drin", sagte der 28-Jährige.

Utah Jazz - Los Angeles Clippers 106:85

Den Hornets auf die Pelle gerückt sind die Utah Jazz. Durch den 106:85-Erfolg über Chris Kamans Los Angeles Clippers können die Jazz noch von Rang sechs träumen.

Voraussetzung für diese Platzierung sind aber ein Sieg im letzten Spiel beim Topteam des NBA-Westens, den Los Angeles Lakers, und die gleichzeitigen Niederlagen der Hornets in San Antonio sowie der Mavericks gegen Houston.

"Wir haben uns diese Ausgangslage selbst eingebrockt. Es gab einige Spiele, die wir hätten gewinnen müssen", gab sich Olympiasieger Deron Williams selbstkritisch.

"Aber wir haben heute einen Sieg gebraucht und den haben wir geholt. Da kommt es nicht darauf an, gegen wen und wer wie viele Punkte macht, wichtig war nur der Sieg."

Boozer glaubt an Sieg

Trotz der schlechten Ausgangslage glauben die Jazz noch an Platz sechs und einen Sieg gegen die Lakers.

"Wir haben weiterhin die Chance. Wenn wir im letzten Spiel so verteidigen wie heute, habe ich keine Bedenken", sagte Power Forward Carlos Boozer.

"Wir haben alles gegeben, haben die Ellbogen eingesetzt und sind den freien Bällen hinterher gesprungen. Wir waren heute richtig giftig."

Verletzungspech schlägt zu

Zu der schlechten Ausgangslage gesellt sich nun allerdings noch die Verletzungssorgen bei den Jazz. Center Mehmet Okur zog sich in der ersten Hälfte eine Oberschenkelverletzung zu und blieb nach der Pause in der Kabine.

Ob und wie lange der Türke ausfällt steht noch nicht fest.

Bereits gegen die Clippers mussten die Jazz auf C.J. Miles aufgrund eines ausgekugelten Zeigefinger an der linken Hand verzichten.

Indiana Pacers - Cleveland Cavaliers 109:117

Die Cleveland Cavaliers haben sich das Heimrecht bis in die NBA-Finals gesichert.

Durch den 117:109-Sieg bei den Indiana Pacers weist die Mannschaft aus Ohio die beste Bilanz aller NBA-Teams auf und ist auch ein Spiel vor Ende der regulären Saison nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Bis zu einer möglichen Endspielteilnahme haben die Cavs damit in den ersten beiden Spielen jeder Best-of-Seven-Serie Heimrecht und auch in einer möglichen entscheidenden siebten Partie.

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