Aus Nippelgate wird Fingergate
Indianapolis/München - Acht Jahre nach der ungewollten Busenshow von Janet Jackson in der Halbzeit-Gala des Super Bowls erschütterte der nächste Skandal die prüden USA.
Am Ende des Auftritts von Popstar Madonna in der Pause des Football-Klassikers am Sonntag in Indianapolis zeigte die britische Sängerin M.I.A. dem Millionen-Publikum vor den Fernsehern weniger glanzvoll den Mittelfinger (DIASHOW: Super Bowl XLVI - Die Bilder der Halbzeitshow).
Zudem spekulieren mehrere Medienportale, dass die 36-Jährige, die mit bürgerlichem Namen Mathangi Arulpragasam heißt, beim Singen des neuen Madonna-Songs "Give Me All Your Luvin" tatsächlich das Wort "shit" benutzt habe.
Zum Glück für alle Football-Fans wurde das Spiel, in dem die New York Giants über die New England Patriots mit dem deutschen Offensive Tackle Sebastian Vollmer 21:17 triumphierten ( Nachbericht), trotzdem fortgesetzt.
Timberlake entblößt Jacksons Brust
2004 hatte Janet Jackson im Duett mit Justin Timberlake für den ersten großen Aufreger im sauberen amerikanischen Familienfernsehen gesorgt, als die Sängerin nach einem beherzten Griff des Frauenschwarms plötzlich mit entblößter Brust auf der Bühne stand (DIASHOW: Die Highlights der Halbzeitshows).
Seitdem soll eigentlich eine Verzögerungstechnik bei der Übertragung der TV-Bilder eine solche Zurschaustellung verhindern.
Der US-Sender "NBC" ließ sofort per Stellungnahme vermelden: "Wir entschuldigen uns für den unangemessenen Vorfall während der Halbzeit. Das war eine spontane Geste und unser System hat zu spät gegriffen." ( Alles zu Super Bowl XLVI)
Entschuldigung von der NFL
M.I.A.'s Fehltritt war weniger als eine Sekunde zu sehen, sofort wurde das Bild unscharf (DIASHOW: Die Bilder des Super Bowl XLVI).
Aber die Sekunde reichte, dass sich auch die amerikanische Football-Profiliga NFL gezwungen sah, eine Entschuldigung an die Fans zu verfassen.
Die Liga hätte im Vorfeld keinen Grund gehabt anzunehmen, dass die Sängerin so etwas plant.
Spärliche Bekleidung
Dass sowohl Madonna und M.I.A. als auch alle anderen Tänzerinnen auf der Bühne teilweise nur ziemlich spärlich bekleidet waren, schien hingegen niemanden zu stören.
Die "Queen of Pop" Madonna zog wie eine antike Göttin gekleidet mit mehreren Gladiatoren in das ausverkaufte Lucas-Oil-Stadion ein und gab eine zwölfminütige Show zum Besten.
Da die Show auch im Radio übertragen wurde, hatte Madonna in Indianapolis das größte Publikum ihrer Karriere. Vor den Fernsehern saßen alleine rund 173 Millionen Amerikaner.
Die Schlagzeilen gehörten aber trotzdem vorrangig dem "Fingergate".
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