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Derek Jeter (l.) erzielte gegen die Twins seinen 18. Playoff-Homerun © getty

Nach neun erfolglosen Jahren wollen die New York Yankees wieder die World Series gewinnen. Trotz des Edel-Kaders bleibt Skepsis.

New York - Sie haben das teuerste Team, die meisten Stars - und schockten die Konkurrenz bereits in der Vorrunde mit 103 Siegen aus 162 Spielen:

In den seit gestern laufenden Playoffs der Major League Baseball (MLB), können sich die New York Yankees eigentlich nur selbst schlagen.

Trotzdem will in den USA niemand so recht an einen Durchmarsch der "Bronx Bombers" glauben. Zu oft scheiterten die New Yorker in der Vergangenheit an ihren eigenen Nerven.

Der letzte Titelgewinn liegt bereits neun Jahre zurück.

Seine Serie gewonnen seit dem Kollaps 2004

Und seit dem historischen Kollaps 2004, als das Starensemble gegen den verhassten Erzrivalen Boston Red Sox noch eine 3:0-Führung in einer Best of Seven-Serie verspielte, wartet man im New York sogar auf den Gewinn einer Playoff-Serie.

Über 200 Millionen Dollar geben die Yankees auch in dieser Saison für ihren mit Ausnahmekönnern gespickten Kader aus.

Das sind gut 30 Prozent mehr als beim Stadtrivalen New York Mets, der sich das zweitteuerste Team der MLB leistet, und ist fast sechsmal so viel wie die Florida Marlins als Armenhaus der Liga investieren.

Die Erwartungshaltung im "Big Apple" ist entsprechend hoch.

Cashmann hat "Muffensausen"

Yankees-Manager Brian Cashman bekommt dies am eigenen Leib zu spüren.

Um in Krisenzeiten für die gefürchteten Anrufe des milliardenschweren Klubeigentümers George Steinbrenner und von dessen als Vereinschef fungierendem Sohn Hank gerüstet zu sein, hat Cashman angeblich immer ein Fläschchen mit Beruhigungspillen auf seinem Schreibtisch stehen.

Der Auftakt in den Playoffs lief für den Manager des Rekordmeisters in diesem Jahr aber problemlos und ohne Herzflattern.

Playoff-Auftakt gegen die Twins

Im neuen Yankee Stadium, wo die teuersten Tickets rund 2500 Dollar kosten, besiegten die Yankees zum Auftakt die Minnesota Twins souverän mit 7:2.

Angeführt von einem überragenden CC Sabathia, der nur einen Earned Run zuließ und Kapitän Derek Jeter, der neben einem 2-Run-Homerun insgesamt drei Punkte erzielte, drehte New York auch einen Rückstand noch locker um.

Der dreimalige Meister gewann das Entscheidungsspiel um die Teilnahme an der Ausscheidungsrunde mit 6:5 gegen die Detroit Tigers und qualifizierte sich erst auf den letzten Drücker.

Zudem gewann auch Titelverteidiger Philadelphia Phillies sein Auftaktspiel gegen die Colorado Rockies mit 5:1, und die Los Angeles Dodgers behielten mit 5:3 gegen die St. Louis Cardinals die Oberhand.

Wiedersehen mit Torre möglich

Die hochgehandelten Dodgers werden von Joe Torre trainiert, der sich vor zwei Jahren freiwillig aus New York verabschiedete, weil die Yankees ihm nach acht erfolglosen Jahren nur einen gering dotierten Einjahresdeal anboten.

Torre könnte aber frühestens in der World Series auf sein altes Team treffen.

Die Boston Red Sox und die Los Angeles Angels greifen erst am Donnerstag ins Playoff-Geschehen ein. Der Sieger dieses Duells wäre der Gegner der Yankees in der American League Championship Series, falls die Yankees sich gegen die Twins durchsetzen.

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