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Diskussionen auf dem Feld - das Spiel musste minutenlang unterbrochen werden © getty

Die Polizei weiß sich gegen einen pöbelnden Red-Sox-Fan nicht anders zu helfen, als ihn mit einer gefährlichen Waffe zu bedrohen.

Von Jessica Pulter

München - Ein Fan der Boston Red Sox hat beim Auswärtsspiel seines Teams bei den Tampa Bay Rays für einen unrühmlichen Auftritt gesorgt.

Christopher S. soll sich nach Polizeiangaben auf der Tribüne so daneben benommen haben, dass die Ordnungskräfte ihn aufforderten, das Stadion zu verlassen.

Als der Boston-Anhänger den Anweisungen nicht Folge leisten wollte, drohten ihm die Polizisten mit einer Elektroschock-Pistole und setzten ihm die gefährliche Waffe sogar an die Schläfe.

Obzöne Gesten

Begonnen hat alles mit verbalen Ausuferungen des Fans. Immer wieder soll er den gegenerischen Anhängern die Worte "Let's go Red Sox" (Auf geht's Red Sox, Anm. d. Red.) ins Gesicht geschrien haben.

Dann sollen obzöne Gesten hinzugekommen sein.

Beschwerden anderer Fans

Als die Ordnungskräfte den Beschwerden der zumeist Tampa-Fans nachgingen und Christopher S. beruhigen wollten, drohte der 33-Jährige damit, das Spielfeld zu stürmen.

Die Polizei wusste sich nicht anders zu helfen, als ihn mit mehreren Personen zu überwältigen und obgleich er bereits verhaftet worden war, mit dem Elektroschocker zu bedrohen.

Unterbrechung des Spiels

Christopher S. wird nun wegen ordnungswidrigen Verhaltens angeklagt.

Die Unruhe auf der Tribüne sorgte sogar für eine Spielunterbrechung auf dem Platz. Erst Minuten später konnte die Partie im siebten Inning fortgesetzt werden.

Sieg für Tampa

Die Anfeuerung seines Teams hat dem Boston-Fan allerdings wenig genutzt.

Tampa Bay hat zu dem Zeitpunkt bereits deutlich geführt und gewann die Partie schließlich mit 10:3.

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