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Pitcher CC Sabathia wechselte während der Saison aus Cleveland nach Milwaukee © getty

Ohne Yankees und Mets beginnen am Mittwoch die Playoffs. Erstmals seit 26 Jahren wieder dabei sind die Milwaukee Brewers.

New York - Abrissbirnen im Big Apple: Wenn am Mittwoch die Playoffs in der MLB beginnen, rollen in New York die Bagger an.

Statt am Titelgewinn wird auf Baustellen gearbeitet.

Trotz Budgets von je rund 200 Millionen Dollar verabschiedeten sich Rekordmeister New York Yankees und Stadtrivale Mets schon vor der Ausscheidungsrunde aus dem Titelrennen.

Nun müssen sich beide Klubs früher als erwartet allein der Errichtung ihrer neuen Spielstätten widmen.

Verschmähter Coach in den Playoffs

Gerade die im Saisonverlauf von Verletzungen und Enttäuschungen gebeutelten Yankees wollten sich durch Ausgaben in Höhe von 209 Millionen Dollar den ersten Titel seit acht Jahren quasi erkaufen, doch um den Einzug in die World Series kämpfen nach der verpatzten regulären Saison nun andere.

So peilen die Chicago Cubs die erste Meisterschaft seit 100 Jahren an und treffen zum Auftakt der Ausscheidungsrunde auf die Los Angeles Dodgers.

Dies dürfte den Frustfaktor in New York noch um einiges erhöhen. So werden die Kalifornier ausgerechnet von Joe Torre gecoacht, den die Yankees vor einem Jahr wegen Erfolglosigkeit in die Wüste geschickt hatten.

Brewers feuern Trainer

Bei den Milwaukee Brewers musste erst ein Trainerwechsel her, damit der Klub aus Wisconsin erstmals seit 1982 wieder die Postseason erreichen. Nach einem schwachen Start mit nur drei Siegen bei elf Niederlagen wurde Ned Yost am 15. September gefeuert, Third Base Coach Dale Sveum übernahm dessen Aufgaben.

In ihrer Best-of-five-Serie treffen die Brewers aber nicht wie erwartet auf die Mets. Das Team aus Flushing Meadows verspielte mit zehn Niederlagen aus den letzten 17 Spielen einmal mehr die schon sicher geglaubte Playoff-Teilnahme. Den offenen Platz schnappten sich die Philadelphia Phillies.

Rays warten noch auf Gegner

Während der Showdown zwischen Topfavorit Los Angeles Angels und Titelverteidiger Boston Red Sox die meiste Spannung verspricht, mussten die Tampa Bay Rays zunächst noch auf ihren Gegner warten.

Die Chicago White Sox und die Minnesota Twins wiesen nach dem Ende der regulären Saison die gleiche Bilanz auf und ermittelten den letzten Playoff-Teilnehmer in der Nacht zum Mittwoch in einem Entscheidungsspiel.

15 Fans verhaftet

In der New Yorker Bronx tragen die Yankees derweil Trauer. Eigentlich galt der erste Titel seit 2000 vor der Spielzeit als beschlossene Sache, wollte man sich doch mit einem Erfolg aus dem 85 Jahre alten Yankee Stadium verabschieden.

Zumindest der Fan-Hysterie tat das frühe Aus keinen Abbruch. In der Nacht nach dem abschließenden Saisonspiel wurden gleich 15 Fans verhaftet, die sich noch einmal ins Stadion schlichen, um Sammlerstücke herauszuschmuggeln.

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