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Jubel bei Tampa Bay: Carl Crawford (l.) und B.J. Upton © getty

Zum zweiten Mal in Folge blamiert Tampa Bay Meister Boston im eigenen Stadion. Den Rays fehlt nur noch ein Sieg zur World Series.

Von Martin Hoffmann

München - Nach dem sechsten Inning hatten die Fans im Fenway Park genug.

In Scharen strömten die Anhänger der Boston Red Sox zu den Ausgängen, um sich die Schmach nicht mehr antun zu müssen.

Zum zweiten Mal in Folge wurde der amtierende World-Series-Sieger im eigenen Stadion "massakriert", wie der US-Sportsender "ESPN" es ausdrückte.

Mit 4:13 unterlag Boston den Tampa Bay Rays und steht mit einem 1:3-Rückstand in der "Best-of-Seven"-Serie unmittelbar vor dem Aus im Finale der American League.

Longoria stellt Rekord auf

"Wir wissen, wie fanatisch die Fans hier sind", meinte Tampas First Baseman Carlos Pena: "Hier herzukommen und Stille zu hören, wo es sonst unglaublich laut ist, zeigt, dass wir etwas richtig machen."

Sein Team knüpfte von Anfang an nahtlos an den 9:1-Erfolg vom Vortag an. In den ersten drei Innings schlugen die Playoff-Debütanten drei Homeruns und ging mit 5:1 in Führung.

Neben Pena und Willi Aybar war für Tampa auch Evan Longoria erfolgreich. Es war sein fünften "Homer" in den Playoffs - so viele hat noch kein Rookie vor ihm geschafft.

"Nicht sehr spaßig"

Im sechsten Durchgang fiel dann die endgültige Entscheidung zu Tampas Gunsten. Es ging 5:0 an die Gäste, die dann mit einem 11:1-Vorsprung uneinholbar wurden.

Anders als die flüchtenden Fans der Red Sox musste ihr Trainer Terry Francona das Debakel bis zum Ende durchstehen.

"Das war nicht gerade sehr spaßig", kommentierte er fassungslos: "Wir müssen jetzt versuchen, uns schnell genug wieder zu sammeln."

Sein Team hat dazu jetzt Zeit bis zum Donnerstag, an dem das fünfte Spiel der Serie steigt. Es ist erneut ein Heimspiel für Boston - aber ob das jetzt noch ein Vorteil ist?

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