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Akinori Iwamura (r.) spielt seit 2007 bei Tampa Bay © getty

Die Liga-Lachnummer aus Tampa tritt in der World Series gegen die notorisch erfolglosen Phillies an. Darüber sind nicht alle glücklich.

St. Petersburg/Florida - Es ist so, als würden sich in einem Finale um die deutsche Fußball-Meisterschaft Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt gegenüberstehen.

Ein Team, das noch nie irgendetwas gewann und im Vorjahr die schlechteste Bilanz aller Erstliga-Vereine aufwies und ein langjähriger Vertrauter in der Topliga, der aber erst einmal Meister werden konnte.

Tampa Bay Rays gegen Philadelphia Phillies (Do., 2 Uhr LIVESCORES) lautet die Endspielpaarung um die World Series in der nordamerikanischen Major League Baseball, die Mittwoch beginnt.

Kein Duell nach Wunsch

Nach zwei Spielen in St. Petersburg Mittwoch und Donnerstag geht es von Samstag bis Montag für drei Partien nach Philadelphia. Sollte es nötig sein, werden zwei weitere Spiele kommende Woche Mittwoch und Donnerstag wieder bei den Rays ausgetragen.

Für die TV-Ratings und das Baseball-Fieber insgesamt ist dieses Finale nicht direkt eine Katastrophe, aber doch keinesfalls ideal. Kein glamouröser Name aus einem der ganz großen Märkte hat es in die Best-of-seven-Serie geschafft.

Die New York Yankees blieben schon in der regulären Saison auf der Strecke, Titelverteidiger Boston Red Sox scheiterte im Halbfinale an Tampa, die LA Dodgers an den Phillies. Die Chicago White Sox und die L.A. Angels schieden in der ersten Play-off-Runde aus.

Als Lachnummer in die World Series

Die Tampa Bay Rays spielen erst in ihrer elften Saison in der MLB mit und waren jahrelang die Lachnummer der Liga. Kein Team war erfolgloser, noch im letzten Jahr wiesen sie die schwächste Bilanz aller Klubs auf.

"Unsere Finalteilnahme zeigt, dass alles möglich ist", sagte Teambesitzer Stuart Sternberg. Pitcher Matt Garza, der Heimvorteil und eine nur kurze Pause könnten sich als größte Vorteile für die Mannschaft aus Florida erweisen.

Während die Rays erst Sonntag im siebten und letzten Spiel ins Finale eingezogen sind, stand Philadelphias Triumph schon seit Mittwoch fest. In den letzten Jahren aber gewann immer die Mannschaft, die im Rhythmus bleiben konnte.

Nicht gerade verwöhnt

Die Phillies spielen seit 125 Jahre in der höchsten Profiklasse mit, zu einer Meisterschaft aber reichte es bislang nur 1980.

Vor 15 Jahren standen sie zuletzt im Finale. Überhaupt ist Philadelphia, immerhin die fünftgrößte Stadt der USA, im Profisport nicht verwöhnt.

Letzter Titel war der Erfolg der Basketballer 76ers 1983, im Eishockey gewannen die Flyers zuletzt 1975 und im Football feierten die Eagles 1960 einen Titelgewinn.

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