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Roger Clemens gab 1984 bei den Boston Red Sox sein MLB-Debüt © getty

Der elfmalige All-Star Roger Clemens steht unter Meineid-Anklage, weil er Doping abstreitet. Dabei war er nicht mal vorgeladen.

München - Die ehemalige Baseball-Ikone Roger Clemens ist am Donnerstag von einer Grand Jury in Washington des Meineids in sechs Punkten angeklagt worden.

"Um das klarzustellen: Ich habe niemals Steroide oder HGH genommen", hatte der elfmalige All-Star 2008 vor einem Parlamentsausschuss gesagt.

Clemens, der den Cy-Young-Preis für den besten Pitcher der AL oder NL siebenmal und damit so oft wie kein anderer gewonnen hat, drohen bis zu 30 Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 1,5 Millionen Dollar.

Allerdings beträgt das empfohlene Strafmaß nur zwischen 15 und 21 Monaten.

Freiwillige Aussage

Clemens war im Mitchell-Report, mit dem die MLB ihr Doping-Problem aufgearbeitet hatte, erwähnt worden.

Doch "The Rocket" begab sich freiwillig vor den Ausschuss, um seinen Namen reinzuwaschen, und soll diesem 15 Lügen aufgetischt haben. Tom Davis, damals Spitzen-Republikaner des Gremiums, nannte die Anklage "eine selbst zugefügte Wunde".

Der mittlerweile 48-Jährige Clemens, der 2007 sein letztes Spiel bestritt, leugnet derweil via Twitter weiterhin: "Ich habe niemals Steroide genommen. Und ich habe vor dem Parlament nicht gelogen. Ich hoffe, die Leute bleiben bis zur Verhandlung unvoreingenommen."

Über drei Klubs ins Jahrhundertteam

13 Jahre lang hatte er für die Boston Red Sox geworfen, war dann nach zwei Spielzeiten bei den Toronto Blue Jays zu den New York Yankees gewechselt, mit denen er 1999 und 2000 die Meisterschaft gewann.

4672 Strike-Outs gehen auf das Konto von Clemens, der 1999 von den Fans ins Jahrhunderteam der Liga gewählt worden war.

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