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Für New Yorks Alex Rodriguez (r.) war gegen die Texas Rangers Schluss © getty

Nach dem überraschenden Aus der Yankees ist die Enttäuschung groß. Für die siegreichen Rangers geht es nun um den Titel.

München - Sie sind Rekordmeister, Titelverteidiger und lassen sich ihr Team allein an Gehältern rund 200 Millionen Dollar pro Jahr kosten.

Wenn in der Nacht zum Donnerstag die Finalserie in der Major League Baseball (MLB) beginnt, sind die New York Yankees allerdings nur Zuschauer. Wieder einmal.

Schon auf den Titel 2009 hatten die "Bronx Bomber" zähe neun Jahre warten müssen. Das Selbstverständnis der stolzen New Yorker kann mit der Realität nicht mehr recht Schritt halten.

In der Vorschlussrunde gegen die Texas Rangers schwangen die menschlichen Luxusartikel im Nadelstreifendress zu oft vergeblich die Keule.

Mit Teamgeist zum Erfolg

Am Ende setzte sich der Außenseiter mit 4:2 Siegen durch und steht erstmals in seiner 38-jährigen Klubgeschichte in den World Series.

Die Erfolgsformel des Teams aus Arlington scheint einfach: Teamgeist. Geld allein schlägt keine Homeruns.

"Wir haben das Finale erreicht, weil das Team eine Sache absolut nicht beherrscht: Scheitern. So einen Zusammenhalt wie bei den Rangers habe ich noch nirgendwo erlebt", sagte Josh Hamilton.

Hamilton als Symbolfigur

Der Outfielder ist so etwas wie das Sinnbild für den Aufstieg seiner Mannschaft, die jährlich "nur" rund 55 Millionen Dollar an Gehältern einstreicht.

Nach Alkohol- und Drogenexzessen war Hamiltons Karriere eigentlich schon beendet. Noch 2006 säuberte er Toiletten. Nun will er mit seinem Team im MLB-Finale die San Francisco Giants putzen.

Bei den Yankees herrscht hingegen Katerstimmung.

"Jetzt müssen wir im Winter eine schlagkräftige Mannschaft für 2011 zusammenstellen", sagte General Manager Brian Cashman und scheint seinem Nachnamen einmal mehr alle Ehre machen zu wollen.

Yankees wollen investieren

Das Scheckbuch sitzt schon wieder locker. Immerhin soll Coach Joe Girardi, dessen Vertrag zum Saisonende ausläuft, eine weitere Chance erhalten.

Als kleiner Trost bleibt den Yankees wenigstens, dass es auch dem Vorjahresfinalisten Philadelphia Phillies im Halbfinale nicht besser erging.

Nach nur zwei Siegen und vier Niederlagen gegen die Giants war für das Team um Star-Pitcher Roy Halladay ebenfalls Schluss.

Gegen die Giants im Finale

Für San Francisco ist es die erste Endspielteilnahme seit 2002. Der letzte Titel liegt schon 56 Jahre zurück. Damals war das Team pikanterweise noch in New York beheimatet.

Nun soll die lange Durststrecke endlich beendet werden.

"Dieser Sieg war heldenhaft. Es war eine wahre Schlacht", sagte Pitcher Brian Wilson nach dem entscheidenden Triumph über die Phillies: "Jetzt ist die Zeit gekommen, um an den Titel zu glauben. "

"Werden aufregende Serie liefern"

Infielder Aubrey Huff ergänzte: "Amerika hätte vielleicht lieber die Yankees und die Phillies im Finale gesehen. Aber ich kann versprechen, dass wir uns mit den Rangers eine aufregende Serie liefern werden."

In den Finalspielen haben die Giants zunächst zweimal Heimrecht. Anschließend stehen in der Best-of-Seven-Serie drei Partien im Rangers Ballpark von Arlington an.

Das Team, das als erstes vier Siege für sich verbuchen kann, gewinnt die World Series. Sollte nach fünf Spielen kein Gewinner feststehen, wird die Entscheidung in maximal zwei weiteren Matches in San Francisco gesucht.

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