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Alex Rodriguez nahm an den letzten neun All-Star-Spielen teil © getty

Nach Barry Bonds gerät auch Alex Rodriguez unter Dopingverdacht. Dennoch hat der Superstar keine Konsequenzen zu befürchten.

New York - Im Kampf um ein sauberes Image hat die MLB einen schweren Rückschlag erlitten.

Nachdem bereits Home-Run-König Barry Bonds wegen Dopings und Meineids angeklagt wurde, geriet jetzt auch dessen legitimer Nachfolger in Verruf.

Laut des Magazins "Sports Illustrated" soll der für Rekordmeister New York Yankees spielende Alex Rodriguez 2003 positiv auf zwei Anabolika getestet worden sein. "A-Rod" selbst verweigerte dazu zunächst jeden Kommentar.

Anders als Bonds, der unter Eid den Dopingvorwurf zurückwies, hat Rodriguez strafrechtlich nichts zu befürchten. Die MLB setzte erst 2004 auf Druck der Öffentlichkeit und des US-Senats ein Anti-Dopingprogramm in Kraft, nach dem allerdings nur Wiederholungstätern Konsequenzen drohen.

Empörung bei der Spielergewerkschaft

Grund für den Vorstoß war eine anonyme Dopingprobe von 104 Spielern, um das Ausmaß von Doping im US-Baseball einzuschätzen. Unter den rund fünf Prozent der Baseball-Stars, in deren Urinproben Dopingmittel gefunden wurden, befand sich wohl auch Rodriguez.

Die Spielergewerkschaft zeigte sich jedoch empört, dass die vom Gericht versiegelten Daten jetzt an die Öffentlichkeit gelangten. Rodriguez selbst, dem eine Liaison mit Popstar Madonna nachgesagt wird, verwies ebenfalls auf die vertraulichen Daten und schottete sich vor der Öffentlichkeit ab.

Dopinggerüchte zurückgewiesen

Der 33-Jährige hatte in der Saison 2003 - damals im Trikot der Texas Rangers - zum dritten Mal in Folge den Home-Run-Titel gewonnen und den ersten von insgesamt drei Titeln als wertvollster Spieler der Liga eingefahren.

Immer wieder auftauchende Doping-Gerüchte wies Rodriguez unter Hinweis auf sein großes Talent und seine strenge Arbeitsauffassung rigoros zurück. Der Third Baseman geht in gut sechs Wochen mit 553 Karriere-Home-Runs in die neue Spielzeit. Sollte er gesund bleiben, dürfte die Einstellung des Bonds-Rekordes (762) nur noch Formsache sein.

275-Millionen-Dollar-Vertrag

Die Yankees hatten Rodriguez vor zwei Jahren mit einem 275-Millionen-Dollar-Zehn-Jahres-Vertrag zum bestbezahltesten Baseballer der Geschichte gemacht. Der Kontrakt könnte sich sogar auf 305 Millionen Dollar erhöhen.

Überholt Rodriguez in der ewigen Bestenliste die vor ihm liegenden Willie Mays (660), Babe Ruth (714) und Hank Aaron (755), erhält er jedes Mal sechs Millionen Dollar. Die Einstellung und Verbesserung des Bonds-Rekordes bringen noch einmal sechs Millionen.

Eine Klausel für den Fall eines Dopingvergehens weist der Vertrag nicht auf.

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