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Alex Rodriguez bereitet sich derzeit mit den New York Yankees auf die neue Saison vor © getty

Superstar Alex Rodriguez verwickelt sich bei seinem Dopinggeständnis mehr und mehr in Widersprüche.

New York - Einen Monat vor Beginn der neuen Baseballsaison zieht sich die Schlinge um den Hals von Alex Rodriguez zu.

Nachdem der Superstar der MLB den Gebrauch von Anabolika in den Jahren 2001 bis 2003 bereits zugegeben hat, gibt es nun Hinweise, dass der Third Baseman der New York Yankees auch nach diesem Zeitraum nicht immer sauber zum Schlag angetreten ist.

Nach Informationen der Tageszeitung New York Daily News soll "A-Rod" jahrelang Verbindungen zu einem Trainer aus der Dominikanischen Republik gehabt haben, der wegen anhaltender Dopingvorwürfe Hausverbot auf allen Trainings- und Wettkampfplätze der MLB hat.

Rodriguez widerspricht sich

Es sollte ein Befreiungsschlag werden, doch der höchstbezahlte Baseballspieler der Welt redete sich in den letzten Tagen immer tiefer in die Bredouille. Schon bei seiner landesweit live übertragenen Pressekonferenz am 17. Februar verwickelte sich Rodriguez in Widersprüche.

Zunächst behauptete er, nicht gewusst zu haben, welche Dopingmittel er gereicht bekam. Wenig später gab er zu, dass ihm ein Cousin regelmäßig das Mittel Primobolan injiziert habe.

Die Ungereimtheiten setzten sich fort. Nachdem Rodriguez zunächst den Gebrauch weiterer Anabolika abgestritten hatte, mussten die geschockten Ligabosse wenige Stunden später auf dem Sportsender "ESPN" erleben, wie ihr Aushängeschild die Einnahme der mittlerweile in den USA verbotenen Substanz "Ripped Fuel" zugab.

Illegal war dieses Mittel zum Zeitpunkt des von Rodriguez gestandenen Dopings nicht, weil die Liga erst wenig später ihre Regeln verschärfte und auf Druck des US-Senats einen Strafenkatalog einführte.

A-Rod verweigert jeden Kommentar

Auch Rodriguez' Kontakt zu Coach Angel Presinal versetzte das New Yorker Hauptquartier der MLB in helle Aufregung. Rodriguez verweigerte am Wochenende hierzu jeglichen Kommentar.

Der umstrittene Trainer betreibt in der Dominikanischen Republik ein Leistungszentrum, das in der Winterpause regelmäßig von etlichen MLB-Spielern genutzt wird. Weil dort viele in den USA von der medizinischen Aufsichtsbehörde Food and Drug Administration verbotenen Medikamente rezeptfrei erworben werden können, sind neue Enthüllungen im Fall Rodriguez nicht ausgeschlossen.

Geheimtreffen mit der Liga?

Die Major League Baseball bringt das in eine Zwickmühle. Liebend gerne wäre sie nach der öffentlichen Entschuldigung von Rodriguez zur Tagesordnung übergegangen, doch nach der neuen Entwicklung kann sich die Liga das Aussitzen des Problems nicht erlauben.

So spekulierten die US-Medien in den letzten Tagen, dass ein Geheimtreffen von MLB und Rodriguez, in dem der Superstar auf vertraulicher Basis die volle Wahrheit preisgibt, unmittelbar bevorstehe.

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