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C.C. Sabathia (l.) wechselte von den Milwaukee Brewers zu den New York Yankees © getty

Während an New Yorks Wallstreet die Panik regiert, winken die Yankees mit den Scheinen. Die Gegner schnallen den Gürtel enger.

New York - An New Yorks Wall Street regiert die Panik, doch 10 km westlich wird das Geld weiter mit vollen Händen ausgegeben.

Wenn Titelverteidiger Philadelphia Phillies in der Nacht auf Montag gegen die Atlanta Braves (2 Uhr LIVESCORES) die neue Baseballsaison eröffnet, geht Rekordmeister New York Yankees einmal mehr als spendierfreudiger Ligakrösus ins Rennen.

Die "Bronx Bomber" banden in der Winterpause Mark Teixera, A.J. Burnett und C.C. Sabathia für sagenhafte 423,5 Millionen Dollar langfristig an den Klub und erwarten folgerichtig von ihrem stargespickten Kader den ersten Titel seit 2000.

Teures Stadion, teure Karten

Dass Baseball in der Bronx in diesem Jahr dank der Einkaufstour der Yankees extrem teuer wird, dürfte der gemeinhin gutbetuchte Yankeefan verschmerzen.

2625 Dollar werden für den besten Platz im für 1,6 Milliarden Dollar neugebauten Yankee Stadium verlangt, schon beim Parken ist man zum Freundschaftspreis von 20 Dollar dabei.

Girardi unter Druck

Alles andere als der Gewinn des 27. Titels wäre bei den "Yanks" natürlich eine Katastrophe.

Für die Konkurrenz bleibt derweil nur die Hoffnung, dass sich auch in diesem Jahr die Meisterschaft nicht erkaufen lässt. So verpassten die Yankees im letzten September trotz eines Haushaltes von gut 220 Millionen Dollar erstmals seit 14 Jahren die Playoffs.

Während dies in der Vergangenheit mit Sicherheit zu einem Trainerwechsel geführt hätte, durfte der ehemalige Catcher Joe Girardi nach seinem misslungenen Debüt als Yankees-Coach bleiben.

Allerdings wird er in den Wettbüros von Las Vegas bereits als heißer Anwärter auf die erste Trainerentlassung gehandelt.

Stars zu Billigpreisen

Angesichts der am Boden liegenden US-Wirtschaft zeigten die restlichen 29 Klubs der MLB deutlich mehr Realitätssinn.

"Niemand von uns hat jemals eine Krise wie diese erlebt. Wir sind alle sehr besorgt und hoffen, dass unsere Fans trotzdem den Weg ins Stadion finden", sprach MLB-Commissioner Bud Selig den Liga-Bossen aus der Seele.

13 Klubs gehen mit einem deutlich geringeren Gehaltsgefüge als im Vorjahr in die neue Saison. Die Stars werden es zu spüren bekommen.

Veteran Ken Griffey Jr. verdient mit zwei Millionen Dollar bei den Seattle Mariners beispielsweise gut zehn Millionen weniger als vor zwölf Monaten im Trikot der Cincinnati Reds.

A-Rod beim Auftakt nur Zuschauer

Neben dem Rennen um die World Series, in dem die Boston Red Sox, die Chicago Cubs und Titelverteidiger Philadelphia als ernstzunehmende Yankee-Jäger gehandelt werden, gilt das Augenmerk vor allem Alex Rodriguez, der jüngst nach seinem Dopinggeständnis in die Schlagzeilen geriet.

Der Third Baseman der Yankees greift aufgrund einer Verletzung an der Hüfte allerdings erst ab Mai ins Geschehen ein.

Dagegen blieben für Homerun-König Barry Bonds die Türen verschlossen. Der wegen Meineids angeklagte 44-Jährige fand trotz intensiver Suche keinen neuen Verein.

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