Tränen bei der obligatorischen Nationalhymne und eine bewegende Ansprache: In Boston standen einen Tag nach der beispiellosen Jagd auf die mutmaßlichen Marathon-Bombenattentäter durch die abgeriegelte Stadt die großen Sportveranstaltungen noch ganz im Zeichen des erschütternden Terrorakts.

Vor dem Baseball-Spiel der Boston Red Sox gegen die Kansas City Royals in der MLB wurde ein Gedenkvideo mit Fotos des Anschlags auf den Boston Marathon gezeigt, beim Abspielen der US-Nationalhymne standen vielen der Zuschauer Tränen in den Augen. Im Anschluss hielt Bostons Hitter David Ortiz eine bewegende Rede.

"Das ist, verdammt noch mal, unsere Stadt, und niemand bestimmt über unsere Freiheit. Bleibt stark", sagte der achtmalige All-Star vor Spielbeginn.

Auch vor der Partie der Eishockey-Profiliga NHL zwischen den Boston Bruins und den Pittsburgh Penguins (2:3) wurde den Opfern gedacht und die Einheit der Stadt beschworen.

Die Bruins um den deutschen Verteidiger Dennis Seidenberg trugen Mützen der Bostoner Polizei, beide Teams liefen in T-Shirts mit der Aufschrift "Boston Strong" auf, deren Verkaufserlöse einer Spendenaktion zugunsten der Opfer der Anschläge zukommen.

Vor der Nationalhymne wurde eine Schweigeminute eingelegt, parallel waren auf der Videowand die Bilder der drei Getöteten zu sehen.

Am Montag waren im Zielraum des Boston-Marathons zwei Sprengsätze explodiert. Drei Menschen kamen ums Leben, über 170 wurden verletzt.

Am Freitag wurde ein mutmaßlicher Täter getötet, der zweite in der folgenden Nacht festgenommen. Wegen der Fahndung nach den Verdächtigen fanden beide ursprünglich für Freitag angesetzten Spiele erst am Samstag statt.

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