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Dwyane Wade erzielte in Spiel sechs gegen die Atlanta Hawks 41 Punkte © getty

Der MVP-Kandidat lässt Miami weiter auf die nächste Runde hoffen. Sein Trainer adelt ihn mit dem Oliver-Kahn-Gedächtnistitel.

Von Julian Ignatowitsch

München/Miami - Dwyane Wade war einmal mehr nicht zu stoppen und sorgte fast im Alleingang dafür, dass die Miami Heat weiterhin auf den Einzug in die nächste Playoff-Runde hoffen können.

Durch ein 98:72 gegen die Atlanta Hawks glichen die Heat in der "Best-of-Seven"-Serie zum 3:3 aus. Am Sonntag steht nun das alles entscheidende Spiel sieben in Atlanta an.

Und darauf konzentriert sich nun alles.

Beide Seiten fokussiert

Keine Freudentänze, kein Jubel, nicht mal ein Lächeln war in den Reihen der Heat zu erkennen.

"Wir haben unseren Job noch nicht erledigt", stellte Wade klar: "Der wichtigste Teil kommt erst noch."

Mindestens genauso fokussiert waren die Hawks. "Spiel sieben - jeder weiß, was das heißt", sagte Josh Smith: "Wir stellen uns der Herausforderung."

Wade wie Oliver Kahn

Die wird für Atlanta vor allem darin bestehen, Wade in den Griff zu bekommen, was in Spiel sechs definitiv nicht gelang (DATENCENTER: Ergebnisse).

41 Punkte verbuchte der MVP-Kandidat, traf dabei fast jeden zweiten Wurf aus dem Feld und zog ein Foul nach dem anderen, so dass er allein 16 Zähler von der Freiwurflinie erzielte.

"Er ist ein Titan!", brachte es Heat-Coach Erik Spoelstra auf den Punkt. Ob Spoelstra Oliver Kahn kennt?

Führungsqualitäten abseits des Courts

Wie der Welttorhüter, so bewies Wade nicht nur auf dem Feld, sondern auch abseits des Courts Führungsqualitäten. Vor dem Spiel knöpfte er sich Rookie Michael Beasley vor, der zuletzt in ein Leistungstief gefallen war.

Wade baute den an Nummer zwei gedrafteten Youngster auf, sprach ihm Mut zu und nahm ihn gleichzeitig aber auch in die Pflicht.

Anscheinend genau die richtige Maßnahme: Beasley erzielte 22 Punkte und 15 Rebounds und war damit die perfekte Ergänzung zu Wade. Neben den beiden kam nur noch James Jones (11 Punkte) auf eine zweistellige Punkteausbeute.

Hawks enttäuschen

Bei den Hawks, die über weite Strecken enttäuschten und gerade in der Offensive einiges schuldig blieben, war Mike Bibby mit 20 Punkten bester Schütze.

"Miami hat heute nahezu fehlerfrei gespielt", zollte Hawks-Trainer Mike Woodson dem Gegner Respekt.

Wade gab die Favoritenrolle jedoch gleich wieder an Atlanta zurück: "Wir sind nur Außenseiter, wir haben keinen Druck", meinte er.

Serie gleicht einer Achterbahnfahrt

Tatsächlich ist ein Favorit für das entscheidende siebte Spiel kaum auszumachen.

Die Serie zwischen den beiden Teams (94762DIASHOW) gleicht einer Achterbahnfahrt auf beiden Seiten. Atlanta gewann seine drei Spiele mit 26, 10 und 15 Punkten Unterschied, Miami mit 15, 29 und 26.

Das grenzt an Beliebigkeit. Die einzige echte Konstante heißt: Dwyane Wade.

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