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2009 scheitert Dirkules in der 2. Playoff-Runde an den Denver Nuggets
Dirk Nowitzki (l.) im Zweikampf mit Denvers Bankspieler Chris Andersen © getty

Die Mavs scheitern in Spiel 1 bei den Nuggets an ihren eigenen Fehlern. Denvers "Melo"Anthony dreht im letzten Abschnitt auf.

Von Nikolai Kube

München - Dass Spiel eins gegen die Denver Nuggets (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum) ein hartes, körperbetontes, ja sogar schmutziges Spiel werden würde, das erwartete jeder in Dallas. Aber dass die Mavs sich am Ende selbst schlagen würden, damit hatte niemand gerechnet.

Mit 95:109 unterlag das Nowitzki-Team im Western Conference Halbfinale bei den Nuggets (Mavs ziehen den Kürzeren). 20 Ballverluste, allein 14 nach der Pause machten einen Erfolg für die Mavs fast unmöglich (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Jason Terry brachte es auf den Punkt: "Wir haben uns selbst geschlagen. Das ist alles!"

Nowitzki: "Musste mir Würfe hart erarbeiten"

Der Dallas-Guard erwischte nicht gerade seinen besten Tag: 15 Punkte, aber nur einen Assist standen am Ende für ihn zu Buche.

Da half auch ein starker Dirk Nowitzki nichts (zum Nowitzki-Watch). Seine 28 Punkte und zehn Rebounds waren zu wenig. Nach einem überragenden ersten Viertel stellte sich die Nuggets-Verteidigung besser auf den Deutschen ein:

"Ich hatte im ersten Viertel einige gute Würfe, hatte viel Platz. Das war dann im zweiten Abschnitt anders und ich musste mir meine Würfe hart erarbeiten", so der NBA-Star.

Starke Physis der Nuggets

Vor allem die Physis des Gegners machte Nowitzki zu schaffen:

"Sie haben einige große, starke Spieler, die dann gute Arbeit geleistet haben. Sie waren leichtfüßig und haben sehr körperbetont gespielt und haben mir das Leben sehr schwer gemacht."

Auch der sonst so ballsichere Point-Guard der Mavs, Jason Kidd, zeigte ungewöhnliche Schwächen im Spielaufbau.

Acht Mal verlor allein er den Ball. Die Folgen waren ihm durchaus bewusst: "Wenn wir so den Ball verlieren, wie es mir heute einige Male passiert ist, setzen wir unsere Verteidigung enorm unter Druck."

Anthony macht den Unterschied aus

Während Nowitzki und Co. an ihren eigenen Fehlern scheiterten, drehte bei den Nuggets im vierten Viertel ein "Big-Man" besonders auf: Carmelo "Melo" Anthony.

14 seiner 23 Punkte erzielte der Forward im letzten Abschnitt. Und das, obwohl er schon mit Foulproblemen zu kämpfen hatte.

Sein Coach George Karl war begeistert von der Leistung seines Stars:

"Wie viele Fouls er schon auf seinem Konto hat, interessiert ihn nicht. Ob wir uns in einer prekären Lage befinden, interessiert ihn nicht. Er bleibt immer cool", so der Trainer der Denver Nuggets.

"Melo" war lange Zeit einer der unglücklichsten Spieler auf dem Feld. Ihm gelang fast überhaupt nichts.

Billups mit schwacher Leistung

"Ich war sehr enttäuscht von mir. Vor allem, als dann ein viertes Foul gegen mich gepfiffen wurde. Aber am Ende bin ich dann einfach auf den Platz und habe versucht die einfachen Dinge zu machen", so der 24-Jährige.

Da auch Chauncey Billups nur sechs Punkte erzielte und für seine Verhältnisse unterirdisch spielte, mussten andere in die Bresche springen.

Dies gelang allen voran Center Nene Hilario. Er war mit 24 Punkten bester Scorer seines Teams an diesem Playoff-Abend. Auch auf die Bankspieler konnten sich die Nuggets verlassen: J.R. Smith steuerte 15 und Chris Andersen elf Punkte zum Sieg bei.

Mavs hoffen auf Besserung

Für die Mavs bleibt nur die Hoffnung, dass sie in Spiel zwei einen besseren Tag erwischen.

"Wir können reden, was wir wollen. Es war eine wertvolle Erfahrung für uns. Ich hoffe, wir werden im nächsten Spiel (Mi., ab 4.30 Uhr LIVESCORES) deutlich besser auf den Ball aufpassen", so Nowitzki.

Sprach's und verschwand in den Katakomben des Pepsi-Centers.

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