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Dirk Nowitzki (v.) war in Spiel eins gegen Denver mit 28 Punkten bester Werfer der Mavs © getty

Dirk Nowitzki glaubt nicht, dass sein Team ähnlich wie die Nuggets spielen kann. Denvers Trainer Karl wählt eine spezielle Taktik.

Von Felix Götz

München - Die harte Gangart der Nuggets bei der 95:109-Niederlage (Mavs ziehen den Kürzeren) der Dallas Mavericks in Denver im ersten Conference Halbfinale hat bei Dirk Nowitzki Co. Spuren hinterlassen.

Deshalb bereiten sich die Texaner in Spiel zwei im Pepsi Center (Mi., ab 4.30 Uhr LIVESCORES) mental auf eine Tracht Prügel vor.

"Ich glaube nicht, dass wir genauso körperlich spielen können wie die Nuggets. Dafür haben wir nicht das Personal. Wenn wir uns darauf vorbereiten, dass wir Schläge bekommen und uns davon nicht überraschen lassen, dann sieht es gut aus", prophezeite Nowitzki.

Der Würzburger hatte in Spiel eins (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum) selbst schmerzliche Erfahrungen gemacht, als ihn Kenyon Martin im ersten Viertel mit einem rüden Stoß zu Boden streckte.

Geldstrafe für Martin

Dafür erhielt der Nuggets-Forward im Nachhinein eine saftige Geldstrafe in Höhe von 25.000 Dollar.

Zusätzlich bekam Martin wegen der "Schwere des Vergehens" einen Punkt auf sein "Playoff-Foul-Konto" - bei drei Zählern ist ein Spieler automatisch für eine Partie gesperrt.

"Es war ein Foul. Ich denke allerdings, dass es nichts Besonderes war. So etwas passiert. Es war ein ganz normales Foul", zeigte Martin nur wenig Verständnis für die Entscheidung der Liga.

Carlisle hadert mit den Schiris

Insgesamt war Mavs-Trainer Rick Carlisle über die Großzügigkeit der Schiedsrichter, zumindest gegenüber den Nuggets, überrascht.

"Ich kann es noch immer kaum glauben. Gegen uns wurden 29 Fouls gepfiffen, gegen Denver nur 19", haderte der 49-Jährige.

Wollen die Mavericks ins Conference Finale, dann wird ihnen nichts anderer übrigbleiben, als physisch dagegenzuhalten. "Wir brauchen das gleiche Durchsetzungsvermögen wie gegen San Antonio", forderte Jason Terry.

Der Schlüssel zum Erfolg

Der Guard der Dallas Mavericks glaubt zu wissen, wie man Spiel zwei für sich entscheiden kann.

"Wir müssen von Beginn an in Angriffsstellung gehen. Der Schlüssel zum Erfolg ist, dass wir sie unter Druck setzen. Wir müssen ihnen die Möglichkeit geben, Fehler zu machen", sagte der 31-Jährige.

In Denver zu gewinnen scheint dennoch ein fast aussichtsloses Unterfangen zu sein. Die Nuggets haben ihr letztes Heimspiel am 11. März verloren und gewinnen ihre Partien im Pepsi Center mit durchschnittlich 22,5 Punkten Vorsprung - eine beeindruckende Statistik.

Karl der Taktik-Fuchs

Zudem hat das Team aus Colorado mit George Karl einen Taktik-Fuchs als Trainer. Der frühere Coach der Milwaukee Bucks überrascht mit seinen Ansichten des Öfteren.

"Man muss sich aus den kräftezehrenden Spielen raushalten, seinen Heimvorteil schützen und zu Hause mit mehr Intensität spielen", sagte der 57-Jährige.

Was sich wie ein Witz anhört, weil Karl dadurch seine Spieler dazu aufruft in manchen Partien nicht alles zu geben, scheint der Nuggets-Coach ernsthaft für den richtigen Weg zu halten.

"Das sind Qualitätsmerkmale eines Siegers. Eines Siegers in den Playoffs", sagte er.

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