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Der MVP von 2007 stellte sich mit aller Kraft gegen die erneute Niederlage © getty

Trotz einer überragenden Leistung des Würzburgers geraten die Mavs mit 0:2 in Rückstand. Erneut ist das vierte Viertel der Grund.

Von Sebastian Hrabak

München - Die Dallas Mavericks haben in ihrer Viertelfinal-Serie gegen die Denver Nuggets auch das zweite Spiel verloren: Trotz 35 Punkten von Dirk Nowitzki unterlagen die Mavs beim Zweiten der Setzliste im Westen mit 105:117 (55:58).

Erneut war das Schlussviertel ausschlaggebend für die Niederlage: Nuggets-All-Star Carmelo Anthony erledigte die Gäste, die mit nur drei Punkten Rückstand in den letzten Abschnitt gingen, mit 15 seiner 25 Punkte beinahe im Alleingang. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Dallas steht nun vor den beiden Heimspielen am Samstag (23 Uhr LIVESCORES ) und in der Nacht auf Dienstag gewaltig unter Druck, um in der Best-of-Seven-Serie nicht aussichtslos in Rückstand zu geraten.

Nowitzki mit starker Trefferquote

Gut vorbereitet wollten die Mavericks nach der Niederlage in Spiel eins (Mavs ziehen den Kürzeren) auf das harte Spiel der Denver Nuggets im zweiten Spiel des Conference Halbfinals sein.

Und zu Beginn sah es auch danach aus, als hätten die Mavs nach der siebten aufeinanderfolgenden Pleite gegen den Angstgegner aus Colorado genügend Mut geschöpft. Zur Halbzeit lagen die Texaner nur mit drei Punkten 55:58 hinten und hielten diesen Rückstand bis ins vierte Viertel.

Im Schlussabschnitt zog Denver allerdings mit eimem 16:2-Lauf an und demütigten die Mavs mit einer zwischenzeitlichen 19-Punkte-Führung (115:96) zwei Minuten vor dem Ende. Die Mavericks, die in den Schlussminuten ihre Bankspieler zum Einsatz brachten, betrieben nur noch Ergebnis-Kosmetik.

Das Ziel, mit einer guten Mannschaftsleistung die Nuggets zur ersten Heimniederlage seit dem 11. März zu zwingen, scheiterte trotz eines überragenden Dirk Nowitzki, der elf seiner 20 Würfe versenkte.

Guter Auftakt der Gäste

Fünf Minuten vor Ende des ersten Viertels sah es noch sehr gut aus für die Mavericks im Pepsi Center von Denver, denn sie führten mit 14:8, obwohl Forward Josh Howard nach sechs Minuten mit null Punkten wegen erneuter Schmerzen im Sprunggelenk auf die Bank musste.

Nach einer Nuggets-Auszeit kam der Gastgeber mit zwei Dunkings durch J.R. Smith und Carmelo Anthony zurück ins Spiel und glichen in weniger als einer Minute zum 14:14 aus. Am Ende des ersten Viertels führten dann die Hausherren sogar mit acht Punkten 30:22.

In der Folgezeit hielt Dirk Nowitzki, für den am Ende auch neun Rebounds und vier Assists auf der Anzeigetafel standen (STATISTIK: Der Nowitzki-Watch), seine Mavericks zwar lang im Spiel. Doch allmählich schwanden auch beim Würzburger Alleinunterhalter die Kräfte.

Blitzstart im letzten Abschnitt

Denn vor allem im letzten Viertel legten die Nuggets angeführt von einem bärenstarken Carmelo Anthony furios los und erspielten sich schon nach wenigen Minuten eine klare Führung. Dallas brauchte fast vier Minuten, bis es den ersten Korberfolg verzeichnen konnte.

Doch "Melo" konnte sich auch auf seine Nebenleute verlassen, denn neben Nene mit ebenfalls 25 Punkten und acht Rebounds punkteten auch J.R. Smith mit 21 Zählern und Chauncey Billups mit 18 Zählern für die Denver Nuggets zweistellig.

Diese Teamleistung war auch der Schlüssel zum Sieg, denn bei Dallas erreichte - insbesondere nach der Verletzung von Howard - nur noch Jason Terry Normalform und steuerte 21 Punkte bei.

Schlappe Vorstellung von Kidd

Vor allem die schlechte Leistung von Playmaker Jason Kidd kostete die Mavericks den möglichen Ausgleich in der Best-of-Seven-Serie: Kidd hatte bei 38 Minuten Spielzeit eine Ausbeute von mageren vier Punkten, sieben Assists und sechs Rebounds.

Nur ein überdurchschnittlicher Nowitzki wird also auch im dritten Spiel der Serie in der Nacht zum Sonntag nicht reichen, um die geschlossen auftretenden Denver Nuggets in der heimischen American Airlines Arena das erste Mal in dieser Saison nach insgesamt sechs Niederlagen in Folge zu schlagen.

Denn in den nächsten von maximal fünf Partien müssen die Mavericks mindestens vier gewinnen - darunter auch eine in den Höhen von Denver, wo die Mavs das letzte Mal am 31. Dezember 2006 siegten -, um doch noch ins Conference-Finale einzuziehen.

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