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"L-Train" James ist wegen seiner unglaub- lichen Dynamik allein kaum zu stoppen © getty

Der MVP führt seine partygeschädigten Cavaliers zum Auftaktsieg gegen Atlanta. Cleveland führt eine meisterliche Serie fort.

Von Sebastian Hrabak

Die Cleveland Cavaliers haben das erste Spiel der Conference Halbfinals gegen die Atlanta Hawks souverän mit 99:72 (49:44) gewonnen.

Das Team um den just gekürten MVP LeBron James 96099(DIASHOW: Wertvoller geht es nicht!) landete damit nach dem "Sweep" in der ersten Runde gegen die Detroit Pistons den fünften Sieg im fünften Spiel der Playoffs 2009.

"Es war unglaublich, wie präzise wir waren", sagte James, "Wir haben genau dort angeknüpft, wo wir aufgehört hatten." (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Der 24-jährige James, der in den Playoffs bis jetzt die beeindruckende Statistik von 32,4 Punkte pro Spiel hat, drückte auch dieser Partie seinen Stempel auf. Mit 34 Punkten, zehn Rebounds, vier Steals und drei Assists war der Ausnahmesportler erneut der Spieler des Spiels.

Einsatz für das Team

Aber nicht nur in der Offensive zeichnete sich der Allrounder aus. Er war sich bei einem Fast-Break gegen sein Team im dritten Drittel nicht zu schade, sich Joe Johnson in den Weg zu stellen und ein Offensivfoul anzunehmen.

"Ein MVP nimmt im Break ein Offensivfoul an? Das ist sensationell", sagte Cavs Guard Mo Williams.

Für die Hawks waren Spielmacher Mike Bibby und Josh Smith die erfolgreichsten Korbjäger. Smith erzielte 22 Punkte und Bibby 19.

Wie die Pistons anno 2004

Doch besonders die zweite Hälfte dürfte die Hawks ärgern. Mit einer Punkteausbeute von lediglich 28 Zählern machten sie es möglich, dass die Cavs nun zum fünften Mal in Folge einen zweistelligen Sieg einfuhren, was zuletzt den Detroit Pistons auf dem Weg zum Titel im Jahr 2004 gelang.

"Es war sehr enttäuschend. Es ist wirklich entmutigend, alle Anstrengung der ersten Halbzeit im zweiten Abschnitt zu verspielen", sagte Hawks-Forward Smith.

LeBron James machte für die Unkonzentriertheiten seines Teams im ersten Abschnitt die Verleihung des MVP-Awards vor dem Spiel verantwortlich: "Wir hatten nach der Feier einige Aussetzer, allerdings konzentrierten wir uns im dritten und vierten Viertel mehr und mehr auf das Spiel und erzwangen so den Sieg."

Zum Problem wurde für die Hawks in der zweiten Halbzeit auch immer mehr, dass der MVP als Teamspieler aufdrehte. "Er ist der MVP der Liga und der aggressivste Spieler auf dem Feld", sagt Josh Smith, "Wir können ihn nur im Verbund stoppen und das haben wir nicht gemacht."

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