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Dirk Nowitzki versenkte in Spiel 2 elf seiner zwanzig Wurfversuche © getty

Nach der zweiten Pleite in Denver glaubt Dallas an einen Coup wie 2005. "Es ist nicht viel passiert", sagt der Coach.

Von Sebastian Hrabak

München - Der Druck auf die Dallas Mavericks wächst. Nach der herben Schlappe in Spiel 2 beim Angstgegner Denver Nuggets steht das Team von Dirk Nowitzki in den Playoffs zwei Schritte vor dem Abgrund.

Mit 105:117 und einem zwischenzeitlichen Rückstand von 19 Punkten im letzten Spielabschnitt mussten sich die Mavs der Nummer zwei aus dem Westen geschlagen geben. In der Best-of-Seven-Serie liegt Dallas nun vor den beiden Heimspiel am Samstag (23 Uhr LIVESCORES) und in der Nacht auf Dienstag mit 0:2 hinten. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Doch Superstar Nowitzki (STATISTIK: Der Nowitzki-Watch) hat den Glauben an den Sprung in die Finals der Western Conference nicht verloren.

Erinnerungen an 2005

"In dieser Saison ist in dieser Liga alles möglich. Außerdem werde ich nie vergessen, wie wir in den Playoffs 2005 gegen die Houston Rockets die ersten beiden Heimspiele verloren und am Ende trotzdem noch in sieben Spielen gewonnen haben", sagte der Mavericks-Kapitän.

Allerdings gelang außer den Mavericks vor vier Jahren in der NBA-Geschichte nur 13 Male einem Team ein Comeback nach einem 0:2-Rückstand.

Die größte Hoffnung der Mavericks ist, dass sie nun ihrerseits den Heimvorteil nutzen. Im heimischen American Arlines Center waren die Jungs von Trainer Rick Carlisle seit dem All-Star-Break bei 17 Siegen nur einmal zu bezwingen. Diese eine Niederlage fügten allerdings ausgerechnet die Nuggets den Texanern zu.

Carlisle: "Nicht viel passiert"

Dennoch ist Coach Carlisle von seiner Mannschaft überzeugt und hält den Einzug in die Runde der besten Vier weiterhin für möglich: "Natürlich hätten wir gerne zumindest ein Spiel in Denver gewonnen. Doch genau betrachtet ist nicht viel passiert. Wir müssen jetzt nur genauso unseren Heimvorteil nutzen wie die Nuggets es getan haben, dann sind wir weiter im Rennen."

Entscheidend für ein erfolgreiches Comeback der Mavs in der Serie wird jedoch sein, wie sich die Mannschaft insgesamt präsentiert.

An "Dirkules" Dirk Nowitzki scheitert es jedenfalls nicht. Er hat momentan einen Punkteschnitt von 22,7 Zählern und liegt vor allem in den letzten drei Partien mit 35, 28 und 31 Punkten voll im Soll.

Der Rest des Teams bleibt jedoch immer mehr hintern den Erwartungen zurück. Besonders die schwache Form von Jason Kidd in Spiel zwei mit lediglich vier Punkten ist kaum zu kompensieren.

Hinzu kommt noch der Ausfall von Josh Howard in Spiel zwei, der mit seinen verletzten Sprunggelenken bis jetzt nicht an die Leistungen der ersten Playoff-Runde anschließen konnte.

Auf der Gegenseite war dagegen Carmelo Anthony, der 15 seiner 25 Punkte im Schlussviertel erzielte, wieder der gefeierte Mann.

Billups erklärt den Erfolg

Der letzte Abschnitt ist neben einer homogeneren Leistung der Knackpunkt bei den Mavericks: War Dallas zur Halbzeit und vor dem vierten Viertel nur wenige Punkte hinter den Hausherren, zündeten die "Big Four" der Nuggets - "Melo", Nene, J.R. Smith und Spielmacher Chauncey Billups - den Turbo und entflohen den Mavs mit einem 16:2-Run.

Darauf fanden die Texaner erneut keine Antwort. "Wir sind einfach ein explosives Team", sagt Billups. "Das ist einfach die Art, wie wir Basketball spielen. Wir spielen jedes Jahr den selben Stil."

Für die Mavs scheint genau dieser Umstand das große Problem zu sein.

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