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Andersen (l.) verdient 797.000 Dollar - Billups (r.) 11 Millionen Dollar im Jahr © getty

Der Billups-Iverson-Trade hat sich für Denver als goldrichtig herausgestellt. Sport1.de stellt die Spieler des Mavericks-Gegners vor.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Zweimal hielten die Dallas Mavericks über drei Viertel mit den Denver Nuggets mit, zweimal kam der Todesstoß durch einen Lauf der Nuggets im letzten Viertel. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

War es im ersten Spiel "Paradiesvogel" Chris Andersen, der die Gastgeber mit fünf Punkten in Serie auf die Siegesstraße warf, so sorgte im zweiten Aufeinandertreffen Starspieler Carmelo Anthony mit zehn Punkten bei einem 16:2-Lauf Denvers für die Entscheidung (Nowitzki allein ist wieder zu wenig).

Dabei blieb Point Guard Chauncey Billups, der in der ersten Playoffrunde gegen die New Orleans Hornets der überragende Akteur auf dem Parkett war, in Spiel eins äußerst blass und leistete sich in beiden Partien sechs Ballverluste - ungewohnt viele für den Spielmacher.

Denver überzeugt als Team

Aber hieran erkennt man Denvers Stärke. Die Mannschaft von Trainer George Karl ist nicht abhängig von einem bestimmten Spieler, sie tritt als Team auf (100322DIASHOW: Nuggets - Mavericks im Head-to-Head).

Fällt einer aus, springen andere in die Bresche und das macht die Nuggets so gefährlich.

Sport1.de stellt die wichtigsten Akteure des Mavericks-Gegners vor.

Point Guard:

#7 Chauncey Billups (32 Jahre - 17,7 Punkte - 6,4 Assists in der Regular Season):

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Denvers größter Schachzug zu Saisonbeginn war die Verpflichtung des Spielmachers. Da er in Detroit in Ungnade gefallen und mit Rodney Stuckey einen potenziellen Nachfolger in Sicht war, entschieden sich die Pistons, ihren Finals-MVP von 2004 für den als eigensinnig verschrienen Allen Iverson in die Rocky Mountains zu schicken.

Während A.I. in "Motown" mit Rückenbeschwerden eine enttäuschende Saison fristete, blühte "Mr. Big Shot" in seiner Geburtsstadt auf und war mit seinem sicheren Ballvortrag das fehlende Puzzleteil, das den Nuggets zu einem ernsthaften Titelkandidaten fehlte.

Der Nummer-3-Pick der Boston Celtics von 1997 ist der Prototyp eines Teamplayers, setzt seine Mitspieler gekonnt ein, glänzt in der Verteidigung und punktet auch selbst, wenn es auf ihn ankommt.

Shooting Guard:

#30 Dahntay Jones (28 Jahre - 5,4 Punkte - 1 Assist):

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Jones ist nicht für seine Scoring-Qualitäten bekannt. Vielmehr liegt die Aufgabe des Shooting Guards in Trainer Karls System in der Verteidigung. Gemeinsam mit Billups bildet er einen der best verteidigenden Backcourts in der gesamten Liga.

Jones war einer der großen Profiteure beim Iverson-Billups-Trade. Zuvor häufig auf der Bank versauert, übernahm er Iversons Starterposition auf der Zwei.

Small Forward:

#15 Carmelo Anthony (24 Jahre - 22,8 Punkte - 6,8 Rebounds - 3,4 Assists):

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Der Olympiasieger geht bei dem sensationellen Draftjahrgang 2003 um LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh fast ein wenig unter, obwohl die Nuggets den Small Forward noch vor Wade und Bosh auswählten. Aber das taten auch die Detroit Pistons mit Darko Milicic an zweiter Stelle.

Als er 2003 die NBA-Bühne betrat, kam "Melo" als gefeierter Star vom NCAA Final Four, als er Syracuse zur College-Meisterschaft führte und zum herausragenden Spieler geehrt wurde.

Er besitzt einen sehr guten Wurf von Außen, zieht aber auch ungemein oft zum Korb. Zudem hat er seinen Egotrip zu Karrierebeginn abgelegt und wurde daher in den letzten beiden Jahren mit den Berufungen fürs All-Star Game belohnt.

Power Forward:

#4 Kenyon Martin (31 Jahre - 11,7 Punkte - 6 Rebounds):

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Der 2,06-Meter-Riese ist bei den Nuggets der Mann fürs Grobe. Dirk Nowitzki hat dies in Spiel eins bereits zu spüren bekommen, als der Würzburger von Martin per Rempler unsanft zu Boden geschickt wurde. Zuvor war Spencer Hawes von den Sacramento Kings ein Opfer Martins geworden.

Nach dem nicht ganz freiwilligen Abschied von Marcus Camby aus den Rocky Mountains sind Martins Rebound-Künste mehr gefordert denn je. Allerdings hatte er die gesamte Saison mit Verletzungsproblemen am Rücken und an den Rippen zu kämpfen.

Center:

#31 Nene (26 Jahre - 14,6 Punkte - 7,8 Rebounds - 1,3 Blocks):

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Im Januar 2008 schien die Karriere des Brasilianers bereits im Alter von 25 Jahren vorbei zu sein. Bei Nene, der mit bürgerlichem Namen Maybyner Rodney Hilario heißt, wurde Hodenkrebs diagnostiziert. Nach einer erfolgreichen Behandlung kehrte er am 27. März 2008 wieder auf den Court zurück und gab sein Comeback gegen die Dallas Mavericks.

Von der Erkrankung hat er sich gut erholt gezeigt und großen Anteil am Aufstieg der Nuggets in dieser Saison. Gegen die Mavericks nützte er in Spiel eins und zwei Dallas? Schwäche unter dem Korb aus und kam auf 24 bzw. 25 Punkte.

Bankspieler:

#11 Chris Andersen, F/C (30 Jahre - 6,4 Punkte - 6,2 Rebounds - 2,5 Blocks):

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Bunttätowierte "Paradiesvogel" Andersen ist bei den Nuggets der Energizer, der Antreiber von der Bank.

Am Erfolg in Spiel eins hatte der "Birdman" maßgeblichen Anteil: Zum einen glänzte er durch seine bekannt starke Verteidigung - ihm gelangen sechs Blocks, und nach seiner Hereinnahme traf Nowitzki nur noch 6 von 16 Würfen nach einem 6-von-6-Start. Zum anderen zeigte er bis dato unbekannte Scoringqualitäten als er elf Punkte erzielte (Mavs ziehen den Kürzeren).

#1 J.R. Smith, G (23 Jahre - 15,3 Punkte - 2,8 Assists):

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Smith galt neben Dallas' Jason Terry als einer der heißesten Kandidaten auf die Auszeichnung zum besten sechsten Mann 96099(DIASHOW: Dia Auszeichnungen des Jahres). Der Shooting Guard erzielte in der Regular Season in zwei Partien über 40 Zähler von der Bank und steigerte in den Playoffs seinen Schnitt auf 16,6 Zähler.

Bei seinem 45-Punkte-Spiel gegen Sacramento erzielte er mit elf versenkten Dreiern einen Nuggets-Rekord und verfehlte den NBA-Bestwert von zwölf - gehalten von Kobe Bryant und Donyell Marshall - nur ganz knapp.

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