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LeBron James wurde 2003 von den Cavaliers an erster Stelle gedraftet © getty

Die Cavaliers gehen in der Best-of-Seven-Serie gegen Atlanta mit 2:0 in Führung. Der frisch gekürte MVP trumpft dabei groß auf

Von Rainer Nachtwey

München/Cleveland - LeBron James hat im zweiten Spiel der Best-of-Seven-Serie seiner Cleveland Cavaliers mit den Atlanta Hawks wieder einmal alles gegeben, um frühzeitig sich auf der Bank ausruhen zu dürfen.

"King James" verzauberte mit Pässen hinter dem Rücken, mit spektakulären Dunks und versenkte selbst Würfe kurz hinter der Mittellinie.

Verwunderlich war es daher also nicht, dass der frisch gekrönte MVP (96099DIASHOW: Dia Auszeichnungen des Jahres) seine Mannschaft zu einem ungefährdeten 105:85-Sieg in den Eastern Conference Semifinals führte ? und seine Pause im letzten Viertel erhielt. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

"Im Moment macht es einfach unglaublich viel Spaß, solange ich einen Ball in den Händen habe", verriet James sein Erfolgsrezept.

Zwei Rekorde eingestellt

Mit dem sechsten Playoffsieg in Serie mit mindestens zehn Punkten Abstand stellten die Cavs einen NBA-Rekord ein. Einzig die Indiana Pacers hatten 2004 den gleichen Wert vorgelegt.

Zudem bedeutete das 105:85 den dritten Triumph mit mindestens 20 Zählern Vorsprung. Auch diesen Bestwert der Los Angeles Lakers aus dem Jahr 1986 egalisierten die Cavaliers.

"Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich groß überrascht bin", meinte James auf die Dominanz über die Gegner angesprochen. "Wir sind ein sehr gutes Team, das mit viel Selbstvertrauen spielt und wir glauben an uns."

Erinnerungen an MJ

Selbstvertrauen hat der 24-Jährige ohne Ende. Mit Ablauf der ersten Spielhälfte dribbelte er Richtung Korb, machte einen Schritt zurück und traf aus über elf Metern mittig in den Korb.

"Ja, das kann ich mir vorstellen, dass das für Atlanta sehr demoralisierend war", sagte Kobe, dessen verrückter Treffer genau am 20. Jahrestag von Michael Jordans "The Shot" kam.

MJ hatte mit seinem Wurf am 7. Mai 1989 über Craig Ehlo hinweg die Playoffs für die Cavaliers in Cleveland beendet und seine Bulls in die nächste Runde geworfen.

Einfach nur peinlich

Bei den Hawks hingegen ist das Selbstvertrauen gegen Null gesunken. Atlantas Josh Smith fasste die Partie knapp zusammen: "Diese Niederlage ist einfach nur peinlich."

Nach einer 9-Punkte-Führung im ersten Viertel bauten die Cavaliers im zweiten Abschnitt den Vorsprung innerhalb von sieben Minuten auf 21 Zähler (43:22) aus und ließen auch im dritten Viertel nicht nach.

111 Sekunden vor Ende des Abschnitts führte Cleveland mit 83:47 - der größte Vorsprung der Partie.

Johnsons Einsatz fraglich

"Wir spielen im Moment einfach nicht gut. Sie spielen dagegen auf sehr hohem Niveau", meinte Atlantas Coach Miek Woodson. "Wir müssen jetzt die Möglichkeit, uns mit unseren Heimspielen in die Serie zurückzukämpfen. Wir müssen uns wieder finden, können vor unseren Fans spielen und etwas daraus machen."

Allerdings muss Woodson in Spiel drei in der Nacht auf Sonntag (ab 2 Uhr LIVESCORES) möglicherweise auf seinen Starspieler Joe Johnson verzichten. Der Shooting Guard knickte um und verletzte sich dabei am Sprunggelenk.

Röntgenuntersuchung ist negativ

"Ich sehe mich nicht nicht spielen", deutete Johnson seinen Einsatz an. "Ich möchte mein Team nicht hängen lassen. Ich möchte diese Möglichkeit nicht verstreichen lassen. Wir liegen 0:2 hinten. Ich hoffe, dass es in 48 Stunden schon wieder anders aussieht."

Zumindest geben die Röntgenaufnahmen Grund zur Hoffnung. Die Untersuchung fiel negativ aus, ein Bruch oder knöcherner Ausriss eines Bandes ist auszuschließen.

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