vergrößernverkleinern
Kobe Bryant erzielte in den drei Spielen gegen Houston im Schnitt 35 Punkte © getty

Angeführt von Superstar Kobe Bryant gewinnen die Lakers Spiel 3 in Houston und gehen mit 2:1 in Führung. Orlando bezwingt Boston.

Von Rainer Nachtwey

München/Houston - Als es auf ihn ankam, war Kobe Bryant wieder zur Stelle: Der Superstar der Los Angeles Lakers hat seiner Mannschaft die 2:1-Führung in der Best-of-Seven-Serie der Western Conference Finals beschert. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Der Shooting Guard warf sein Team mit 33 Punkten zum 108:94-Sieg und erstmals in den NBA-Viertelfinals in Führung.

Bryant traf 2:20 Minuten vor Ende der Begegnung den entscheidenden Dreier zum 95:84, und die Lakers spielten die Partie auch ohne den gesperrten Point Guard Derek Fisher souverän zu Ende.

Zwei Blocks gegen Ming

"Ich habe nur getan, was ich am besten kann", sagte der letztjährige MVP locker (96099DIASHOW: Dia Auszeichnungen des Jahres). "Es ist eine Herausforderung für die Gegner, mich zu verteidigen. Wir als Team profitieren dann davon."

Zudem versenkte Bryant mit Ablauf des dritten Viertels einen Wurf aus zehn Metern und blockte drei Würfe, zwei davon von Yao Ming.

"Wir haben gespielt wie ein echter Champion", sagte der gesperrte Fisher, der am Sonntag in Spiel 4 (ab 21.30 Uhr LIVESCORES) wieder auf den Court zurückkehrt.

Artest fliegt vom Court

Weniger souverän machten es die Rockets. Ron Artest flog kurz vor Ende der Begegnung wegen eines absichtlichen Fouls vom Platz. Der Rockets-Forward stoppte Pau Gasol bei einem Fastbreak unsanft wurde von den Schiedsrichtern sofort zum Duschen geschickt.

"Man kann das durchaus verstehen. Sie wollten das Spiel in aller Ruhe zu Ende bringen", meinte der Sünder verständnisvoll.

In Spiel zwei war es bereits zu mehreren Fouls - Fisher an Scola, Bryant an Artest - gekommen, die für viel Gesprächsstoff und eine Sperre gesorgt hatten.

Mings Einsatz fraglich

Mit 25 Punkten war Artest bester Werfer der Rockets. Der chinesische Center Yao Ming kam auf 19 Zähler und 14 Rebounds, verletzte sich aber kurz vor Ende der Partie am Fuß und humpelte anschließend vom Court.

Sein Einsatz in Spiel 4 ist noch nicht gesichert. "Ich will spielen. Wenn die Tests zeigen, dass alles in Ordnung ist, dann werde ich auch", sagte der 2,29-Meter-Riese.

"Wir haben keinen Basketball von Playoffqualität gespielt", stellte Shane Battier fest. "Sie haben es. Wir haben nichts zu Stande gebracht, was uns weiter gebracht hätte."

Orlando Magic - Boston Celtics 117:96

Meister Boston Celtics droht das vorzeitige Ende in den Playoffs. Der Titelverteidiger verlor gegen die Orlando Magic 96:117und liegt nun in der Best-of-Seven-Serie mit 1:2 im Hintertreffen.

Die Garanten für Orlandos Sieg waren Rashard Lewis, Hedo Türkoglu und Dwight Howard. Power Forward Lewis und Small Forward Türkoglu kamen auf 28 bzw. 24 Punkte und Center Howard schnappte sich neben 17 Punkten noch 14 Rebounds und blockte fünf Würfe.

Allen enttäuscht

Bei den Celtics enttäuschte das Duo Ray Allen und Paul Pierce, das nur neun seiner 28 Würfe traf. Während Pierce trotzdem auf 27 Punkte kam, brachte es Allen lediglich auf magere acht Zähler.

"Wir haben ihnen ihr Inside-Outside-Spiel zugestanden und uns nicht dagegen gewehrt. So haben wir keine Chance", sagte der letztjährigte Finals-MVP Pierce.

Schwache Plus-Minus-Bilanz

Zudem erreichte Point Guard Rajon Rondo nicht seine Form aus der ersten Runde, als er gegen die Chicago Bulls in sieben Spielen im Schnitt ein Triple-Double erzielte.

Der Spielmacher kam auf 15 Punkte, 5 Rebounds und 6 Assists, wies aber bei seiner Plus-Minus-Bilanz eine Quote von -20 auf.

Spiel 4 der Serie findet in der Nacht auf Montag (ab 2 Uhr LIVESCORES) statt.

Zum Forum - hier mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel