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"King James" (l., hier gegen Al Horford) erzielte in 81 Saisonspielen 28,4 Punkte © getty

Die Cavaliers stellen beim 3:0 in der Best-of-Seven-Serie gegen Atlanta einen Rekord auf. Der MVP spielt erneut bärenstark.

Von Liane Killmann

München/Cleveland - LeBron James ist derzeit nicht zu stoppen: Angeführt von ihrem MVP haben die Cleveland Cavaliers auch das siebte Playoffspiel der laufenden Saison gewonnen.

Dabei stellten die Cavs einen neuen NBA-Rekord auf. Sie sind das erste Team, das in den Playoffs in sieben Spielen in Folge mit mehr als zehn Punkten Vorsprung als Sieger vom Parkett ging.

Zwar fiel der Sieg im dritten Aufeinandertreffen mit den Atlanta Hawks mit 97:82 diesmal etwas weniger deutlich aus, dennoch scheint das Duell des Ersten der Vorrunde mit den "Habichten" schon entschieden. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Die LeBron-Show

"Es ist unerklärlich, wirklich", beteuerte James, der in Atlanta die bislang stärkste Leistung der Playoffs ablieferte, nach seiner Show. Mit 47 Punkten, zwölf Rebounds und acht Assists bescherte LeBron den Cavs den Matchball (Montag, ab 1Uhr LIVESCORES) zum Einzug ins Conference-Finale quasi im Alleingang.

Cleveland führt in der Best-of-Seven-Halbfinalserie der Eastern Conference nun 3:0 und hat damit den zweiten "Sweep" in Serie vor Augen.

Bereits in der ersten Runde hatte Cleveland die Detroit Pistons mit 4:0 vom Parkett gefegt.

Voller Selbstvertrauen: Statistik ausgebaut

Vor allem dank "King James" ( (96099DIASHOW: Dia Auszeichnungen des Jahres)): Der 24-jährige Superstar baute seine ohnehin schon beeindruckende Statistik weiter aus: In den sieben Playoff-Partien erzielte der MVP durchschnittlich 38,7 Punkte pro Spiel.

"Es gibt nur wenige Typen in dieser Liga, die in solche Regionen vorstoßen. Ich fühle mich geehrt, einer von ihnen sein zu dürfen", sagte James, der im Moment vor Selbstvertrauen nur so strotzt: "Ich habe einfach das Gefühl, so ziemlich jeden Wurfversuch auch zu verwandeln."

Atlantas Bester war mit 21 Punkten, fünf Rebounds und drei Assists diesmal Shooting Guard Joe Johnson, der trotz seiner Fußverletzung aus Spiel zwei wieder auflief. (James' großer Auftritt an MJs Ehrentag)

Keine Chance gegen "total verrückten LeBron"

Trotz ihres stärksten Playoff-Auftritts hatten die Hawks kaum eine Chance: "LeBron war einfach total verrückt heute", gab Forward Josh Smith zu. Atlanta musste sich damit trösten, diesmal mit weniger als 20 Zählern Rückstand davon gekommen zu sein.

Zur Halbzeit lag Atlanta gar nur mit einem Punkt zurück und kamen mit einer 13:0-Serie gut ins dritte Viertel.

Center schwächt Hawks

Dann flippte Hawks-Center Zaza Pachulia nach einem Pfiff völlig aus und stand kurz davor, die Schiedsrichter anzugreifen. Dafür flog er vom Feld ? und sein Team verlor den Faden.

LeBron hatte wegen des knappen Halbzeit-Ergebnisses darauf bestanden, anders als sonst auf seine Pause zu Beginn des dritten Abschnitts zu verzichten. Coach Mike Brown tat gut daran, seinem MVP zu gehorchen: James erzielte 25 seiner 47 Punkte in Hälfte zwei.

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