Die Mavericks sind stinksauer auf Schiedsrichter Mark Wunderlich. Doch sie sollten die Fehler eher bei sich selbst suchen.

Ja, es ist tragisch. Und ja, es war eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Mark Wunderlich.

Aber die Dallas Mavericks sollten nicht die ganze Schuld für die dritte Niederlage gegen die Denver Nuggets bei den Referees abladen.

Taktische Fouls, zumal in der Schlussphase, sind im Basketball keine unfairen Mittel sondern Bestandteil des Spiels. Jedes Team richtet sich eben danach aus, was die Regeln zulassen. Das muss man wissen.

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In diesem Fall ging es darum, Denvers Carmelo Anthony beim Stand von 105:103 für Dallas Sekunden vor Schluss am Drei-Punkte-Wurf zu hindern - was aus zwei Gründen daneben ging.

Zum einen hätte Wunderlich, der nur einen halben Meter daneben stand, pfeifen müssen, als Antoine Wright Anthony in die Parade fuhr. Zwei Stunden nach Spielende gab das die NBA in einer Mitteilung auch zu. Es ging um Sieg oder Niederlage, schließlich hatte Dallas seine Foul-Obergrenze noch nicht erreicht, es hätte nur einen Einwurf für Denver gegeben.

Aber: Wright ("Was hätte ich denn machen sollen?") muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich ungeschickt angestellt zu haben.

Der Flügelspieler der Mavericks schlug Anthony auf die Arme, zog seine Hand zurück und blieb stehen, im blinden Vertrauen darauf, die Schiedsrichter würden nun pfeifen. Anstatt weiter zu verteidigen, schaute Wright nur verdutzt zu, wie Anthony unbeeindruckt vom Foul den Ball in den Korb warf.

Jeder Trainer der Welt würde einem Spieler sagen: Wenn du ihn foulst, darf er auch nicht zum Wurf kommen.

Und genau das hat Wright vermasselt.

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