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Glen Davis (r.) wechselte 2007 von den Seattle Super Sonics zu den Boston Celtics © getty

Glen Davis sorgt mit einem Last-Minute-Treffer für den Sieg der Celtics. Ein starker Dwight Howard reicht den Magic nicht.

Von Nikolai Kube

München/Orlando - Dank eines Treffers in letzter Sekunde haben die Boston Celtics im Eastern-Conference-Halbfinale gegen die Orlando Magic zum 2:2 ausgeglichen.

Noch zwei Sekunden waren zu spielen, als Paul Pierce den Ball zu Glen Davis passte.

Das "Big Baby", normalerweise nicht für seine Distanzwürfe bekannt, fackelte nicht lange und versenkte den Ball über Rashard Lewis hinweg zum umjubelten 95:94-Auswärtssieg.

Damit ist wieder alles offen in der Best-of-Seven-Serie. Der Meister kann nun in Spiel fünf (Mittwoch, ab 2 Uhr LIVESCORES) vor eigenem Publikum sogar in Führung gehen (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum).

Davis überglücklich

Der Held des Spiels war überglücklich: "Das ist ein wunderschönes Gefühl. Oft habe ich solche Momente noch nicht erlebt", so Davis.

Diese Aussage kommt nicht überraschend. Denn ursprünglich sollte Kevin Garnett die Celtics zu Siegen führen. Doch der Superstar fällt bis Saisonende mit einer Knieverletzung aus. Nun übernimmt Davis seine Rolle.

Neben Davis, der auf insgesamt 21 Punkte kam, hatte Paul Pierce großen Anteil am Erfolg der Celtics. Der Forward erzielte 27 Punkte und traf neun seiner 15 Würfe.

Perkins verletzt sich

"Das ist super. Es hat richtig Spaß gemacht heute. Ich freue mich jetzt schon darauf, bald wieder hier in Orlando spielen zu dürfen", so Pierce im Hinblick auf Spiel sechs der Serie, das wieder in Florida stattfinden wird.

Point Guard Rajon Rondo mit 21 Punkten und 14 Rebounds sowie Kendrick Perkins mit 12 Zählern und 13 Rebounds rundeten die starke Mannschaftsleistung ab.

Der Center der Celtics zog sich allerdings eine Schulterverletzung zu und droht für Spiel fünf auszufallen.

Howard mit Double-Double

Bei den Magic zeigten einzig Dwigh Howard und Rashard Lewis Normalform.

Howard gelang das 20. Double-Double seiner Karriere in den Playoffs. 23 Punkte und 17 Rebounds reichten am Ende für sein Team allerdings nicht zum Sieg.

Stattdessen konnte er dem Gegner nur Respekt zollen: "Klasse Wurf, Baby Davis".

Doch er bleibt optimistisch: "Jetzt müssen wir nach Boston fahren und uns den Sieg zurückholen", so der Center.

Lewis, der beim entscheidenden Davis-Treffer keine gute Figur machte, markierte 22 Punkte.

Ausgeglichene Partie

Das Spiel gestaltete sich über weite Strecken ausgeglichen.

Boston führte fünf Minuten vor Ende des dritten Viertel in einer von beiden Teams hart geführten Spiel mit zwölf Punkten Vorsprung.

Als dann Paul Pierce in Foulprobleme geriet, kam Orlando Stück für Stück näher heran. Kurz vor Schluss gingen die Gastgeber dann in Führung, ehe Glen Davis seinen großen Auftritt hatte.

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