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Trat in Spiel 4 aus dem Schatten, als der "König" schwächelte: Delonte West © getty

Mit einer hervorrangend Teamleistung ziehen die Cleveland Cavaliers mit 4:0 gegen die Atlanta Hawks ins Conference Finale ein.

Von Sebastian Hrabak

München/Atlanta - Die Dominanz aus dem Fabelspiel (Dank LeBron: Cleveland bleibt unschlagbar) wiederholte Superstar LeBron James nicht, dennoch kam er beim zweiten "Sweep" seiner Cleveland Cavaliers - nach Detroit in der ersten Runde nun gegen die Atlanta Hawks - erneut auf 27 Punkte. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Nur neun von 22 Versuchen aus dem Feld traf der "King" beim 84:74-Sieg in der Philips Arena von Atlanta, glänzte allerdings mit acht Assists und 8 Rebounds.

"Ich habe zu jedem Spieler Vertrauen", meinte James. Diese Vorstellung widerlegte all jene Kritiker, die den Cavs vorwerfen, nur eine "One-Man-Show" des MVP (96099DIASHOW: Dia Auszeichnungen des Jahres) zu sein.

Neben dem glänzenden Offensiv-Zusammenspiel beeindruckten in Partie 4 vor allem die Männer am Brett, Anderson Varejao und Zydrunas Ilgauskas, die zusammen für zwölf Offensiv-Rebounds verantwortlich waren.

West nicht zu stoppen

Besonders ein Mann spielte sich gegen die Hawks in den Vordergrund, als es darauf ankam: Delonte West.

"Delonte war unglaublich. Er ist unser Klebstoff. Wenn er in den Angriffsmodus geht, ist er einer der Jungs, die nicht verteidigt werden können", meinte James über seinen Teamkollegen. Am Ende standen für den Guard 21 Punkte, sechs Assists und vier Rebounds auf der Anzeigetafel.

Feiern will bei den Cavs allerdings auch nach dem achten zweistelligen Sieg in Folge niemand: "Warum sollten wir feiern", sagte James (James' großer Auftritt an MJs Ehrentag). "Wir spielen für die Meisterschaft. Es macht keinen Unterschied, ob du in vier oder sieben Spielen gewinnst. Wir sind glücklich, momentan diesen Basketball zu spielen, aber es ist nicht garantiert, dass es weiter so glatt läuft."

Denn die Erinnerungen an die Dominanz der Miami Heat im Jahr 2005 ist allen Spielern der Cavs noch deutlich. Im Conference Final verloren die "unschlagbaren" Heat schließlich gegen Detroit.

Lange Erholungsphase für die Cavs

Um diesen Einbruch zu verhindern, können die Cavs nun in den folgenden Tagen regenerieren. "Wir sind froh, die Serie beendet zu haben", sagte Wally Szczerbiak, "denn nun ist es Zeit, uns von unseren kleinen Verletzungen zu erholen."

Dass bei den Cavs nicht mehr nur "King" James ein Faktor ist, dürfte nun auch den Conference-Final-Gegnern - entweder die Boston Celtics oder die Orlando Magics (momentaner Stand 2:2) - klar sein.

Atlantas Head Coach Mike Woodson sagte dazu: "Du weißt immer, dass LeBron da ist, aber du weißt nie, wer noch da sein wird. Die Cavs haben auch noch Waffen außer James."

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