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Stephon Marbury spielte nicht mal 15 Minuten, beging weder Fouls noch Turnovers © getty

Der lange verschmähte Marbury leitet für Boston in Spiel 5 gegen Orlando die Wende ein. Die Lakers fertigen Houston ab.

Von Michael Spandern

München - Der Meister aus Boston und der Vize aus L.A. stehen kurz vor dem Einzug in die Conference Finals.

Während die Lakers im Westen die verletzungsgeplagten Houston Rockets in Spiel 5 ihrer Viertelfinal-Serie mit 118:78 (64:39) demontierten, brauchten die Celtics im Osten einen Kraftakt - und die Künste eines lange verschmähten Veterans. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Knapp neun Minuten vor Schluss lag Boston gegen die Orlando Magic noch 63:77 zurück, bevor Stephon Marbury die "Kleeblätter" noch zu einem 92:88 (37:45)-Heimsieg und zum 3:2 in der Best-of-Seven-Serie führte.

Nach Allens Dreier vorn

"Starbury", der erst im Februar bei den New York Knicks entlassen wurde, erzielte alle seine zwölf Punkte im letzten Viertel. Bei den Knicks hatte der die exzentrische Point Guard in dieser Saison keine Sekunde spielen dürfen.

"Ich spiele nun wieder Basketball. Das genügt mir schon", sagte Marbury zu seinen Heldentaten. "Ich bin gesegnet, dass ich den Celtic dabei helfen darf, noch einen Titel zu gewinnen."

Boston lag 80 Sekunden vor Schluss nach Ray Allens Dreier zum 86:85 erstmals seit dem ersten Viertel vorn und brachte den Sieg mit sechs verwandelten Freiwürfen in trockene Tücher.

Howard nur beim Rebound ein "Superman"

Bester Werfer der Partie war sein Teamkollege Glen Davis mit 22 Punkten ("Big-Baby" schockt die Magic) , zehn davon im Schlussabschnitt. Paul Pierce steuerte 19 Punkte, neun Rebounds und acht Assists bei.

Für Orlando kamen Small Forward Rashard Lewis auf 19 und der Türke Hedo Türkoglu auf 18 Zähler.

All-Star-Center Dwight Howard holte zwar 17 Rebounds für die Gäste, kam aber nur auf zwölf Punkte und leistete sich vier Ballverluste.

Nicht mal jeder dritte Rockets-Wurf erfolgreich

Die Lakers stießen gegen Houston, das verletzungsbedingt neben Tracy McGrady erneut auf den anderen Schlüsselspieler, Center Yao Ming, verzichten musste, auf wenig Gegenwehr.

Nach einem 6:13-Fehlstart enteilte L.A. schon bis Mitte des zweiten Viertels auf zwanzig Punkte. Neben dem Vorjahres-MVP Kobe Bryant (26 Zähler) (96099DIASHOW: Dia Auszeichnungen des Jahres) punkteten auch Pau Gasol (16),Andrew Bynum (14), Trevor Ariza (13), Jordan Farmar (12) sowie Lamar Odom und Josh Powell (beide 10) zweistellig für die Gastgeber.

Topscorer der Rockets, deren Wurfquote bei indiskutablen 32,6 Prozent lag, war Spielmacher Aaron Brooks mit 14 Punkten.

Wie einst gegen die Mavericks

Mit 40 Punkten hatte Houston erst einmal in den Playoffs verloren: In Spiel 7 der Erstrunden-Serie 2005 gegen die Dallas Mavericks - 76:116.

Doch nach der überraschenden Niederlage in Spiel 4 ist Bryant gewarnt: "Wir müssen konzentriert bleiben und begreifen, dass unser heutiger Einsatz am Donnerstag nicht genug sein wird."

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