Dirk Nowitzki und die Mavericks können sich erhobenen Hauptes in den Urlaub verabschieden. Mit diesem Kader ist nicht mehr drin.

Achselzuckend steckt Dirk Nowitzki keine Niederlage und erst recht kein Playoff-Aus (Dallas bäumt sich vergebens auf) weg.

Doch nach dem 1:4 in den Viertelfinals gegen die Denver Nuggets können sich der All-Star und seine Dallas Mavericks erhobenen Hauptes verabschieden - auch wenn die Serie enger geworden wäre, hätten sie nicht in Spiel 3 den Sieg stümperhaft aus den Händen gegeben. (KOMMENTAR: Ein Wunderlich-es Foul)

Letztlich ist aber das erstmalige Erreichen der zweiten Playoff-Runde das Maximale, wozu die Mavs mit diesem Kader im Stande sind:

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Mit dem frischen Wind des Trainerwechsels und neuer Spielfreude auch bei Nowitzki in die Saison gegangen, mit einem beherzten Endspurt auf Platz sechs geklettert, traf Dallas in den Achtelfinals auf San Antonio. Die Mavericks kamen weiter, weil sie auf ein alterndes, durch drei Titel gesättigtes Team trafen, denen mit Manu Ginobili die vielleicht wichtigste Offensivwaffe fehlte.

All dies traf auf Denver nicht zu. Die Nuggets führten Dallas schonungslos vor Augen, was ein gutes von einem sehr guten Team unterscheidet:

Sie haben mit dem im November geholten Chauncey Billups einen korbgefährlichen Spielmacher, der sich wenig Ballverluste leistet.

Billups ist gleichzeitig die klare Nummer 2 hinter Carmelo Anthony, während das Machtgefüge hinter Nowitzki recht unsortiert wirkt. Das galt auch vor den jüngsten Tagen, als sich der Ex-All-Star Josh Howard noch nicht auf zwei lädierten Sprunggelenken übers Parkett quälte.

Zudem kommt die zumeist gesunde Härte, die Denver an den Tag legt. Im Gegensatz dazu gelingt es den Mavs nur selten, die Schotten am Brett ungeahndet dichtzumachen. Wenn sie sich auf die Fahnen schreiben, aggressiv zu sein und auch mal auszuteilen, führt dies meiste zu Foulproblemen oder Unsportlichen Fouls.

Als großes Problem über allem steht aber die Qualität des Kaders, die einfach nicht meisterlich ist. Ohne eine zweite Führungskraft, die konstant punktet, hervorragend verteidigt und mit Nowitzki harmoniert, dürfte Dallas auch 2009/10 spätestens in den Viertelfinals an sein Limit stoßen.

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