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Dirk Nowitzki (r.) war in den letzten sechs Playoff-Spielen der Mavs-Topscorer © getty

Dirk Nowitzki macht eine Kampfansage für 2010. Er erntet Lob - außer von Barkley. Drei Forwards werden als Verstärkung gehandelt.

Von Michael Spandern

München - Die Playoffs 2009 sind für die Mavericks abgehakt, aber Dirk Nowitzki will seinen Titeltraum in Dallas weiterverfolgen - auch wenn 83 Prozent der Sport1.de-User den Würzburger lieber bei einem anderen Team sähen (4160 Antworten, Stand 15. Mai, 14.30 Uhr). (EINWURF: Am Limit, aber nicht an der Spitze)

Zwar klagte er nach der 110:124-Niederlage in Spiel 5 bei den Denver Nuggets (Spielbericht: Dallas bäumt sich vergebens auf) und dem Ausscheiden: "Ich bin jetzt fast 31, und wieder ist ein Jahr vergangen, in dem ich meine Ziele nicht erreicht habe. Eine weitere Chance ist durch die Lappen gegangen".

Doch anders als im Vorjahr stellte der deutsche All-Star seinen Verbleib nicht in Frage.

"Meine Zeit ist noch nicht vorbei"

"Wir werden hungrig bleiben und versuchen, im nächsten Jahr zurückzukommen. Und wer auch immer dann neben mir steht, ich werde es zum Laufen bringen", sagte der Power Forward.

"Nachdem ich hier elf Jahre lang gespielt habe, mal unter Schmerzen, mal krank, alles getan habe, was die Mavericks brauchten, würde es irgendwo anders nicht das Gleiche sein", sagte Nowitzki. "Es war immer mein Traum, meine Karriere hier zu beenden und eine Meisterschaft zu gewinnen. Ich glaube, meine Zeit ist noch nicht vorbei."

Daher wolle er sich nicht allzu sehr sorgen und unter Druck setzen: "Ich habe noch drei oder vier Jahre ordentlichen Basketball vor mir."

"Und dann sagen die Leute, er sei weich"

Die Zahlen bestätigen den 2,13-Meter-Mann, der zum vierten Mal ins First Team der NBA gewählt wurde 105806(DIASHOW: 15 Auserwählte, 3 Teams): In den fünf Spielen gegen Denver verbuchte er durchschnittlich 34,6 Punkte, 11,6 Rebounds und vier Assists.

Und das Lob kommt von vielen Seiten: Trainer Rick Carlisle sieht Nowitzki "auf seinem Zenit". Shooting Guard Jsaon Terry staunt, wie sein Teamkollegen in den Playoffs trotz der privaten Probleme um die Verhaftung seiner angeblichen Verlobten Cristal Taylor alle Last geschultert habe: "Und dann sagen die Leute, er sei weich."

Von dieser Einschätzung ist NBA-Legende Charles Barkley allerdings noch nicht ganz abgerückt: "Er ist ein großartiger Spieler, aber ein Finesse-Spieler", kommentierte er beim Fernsehsender "TNT" und merkte ungeachtet aller Statistiken an, Nowitzki habe Defizite im Rebound. (STATISTIK: Der Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Carlisle drängt zum Handeln

Aber ob es nun der von Barkley geforderte Pitbull ist oder nicht - die Mavericks brauchen Verstärkung. (Scheunentor und einsamer Dirkules) "Sir Charles" stichelte, es müsse schon Carmelo Anthony, Dwyane Wade oder LeBron James sein, um den Titel zu gewinnen.

Doch die Mavs können nur über zwei Ausnahmeregelungen einen Transfer abwickeln, haben dafür circa 5,0 bzw. 1,7 Millionen Dollar. "Wir werden wie immer umtriebig sein", versprach Mavericks-Sportdirektor Donnie Nelson. "Wir suchen die Puzzleteile um Dirk."

"Wir müssen alles tun, um genau jetzt einen Titel möglich zu machen", drängt Carlisle zum Handeln. "Dirk spielt besser als je zuvor und hat nur dieses eine Ziel. Und das ist auch unser Ziel."

Kidd "am Ende seines Weges"

Der alternde Jason Kidd, den Barkley schon "am Ende seines Weges" wähnt, belastet das Gehaltsgefüge in Dallas schwer. Andererseits steht kein anderer hochklassiger Spielmacher im Kader.

Da Kidd gern bei den Mavericks bleiben und diese ihn gerne halten würden, scheint sich eher auf der Small-Forward-Position etwas zu tun.

TV-Experte und Ex-Maverick Derek Harper empfiehlt, Stephen Jackson von Golden State nach Dallas zu holen. "Ich bin ein riesiger Fan von Stephen, weil er so hartgesotten ist und spielen kann."

Andere Namen, welche die Tageszeitung "Dallas Morning News" handelt, sind Trevor Ariza von den L.A. Lakers und Ron Artest von den Houston Rockets, den die Mavs vor der Saison für Josh Howard hätten eintauschen können. Doch beide spielen mit ihren aktuellen Teams um den Titel - schon jetzt.

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