vergrößernverkleinern
Bostons Pierce (M.) geht zu Boden, Lewis steht mit Orlando im Conference-Finale © getty

Die Orlando Magic stehen erstmals seit 13 Jahren wieder im Conference-Finale. Auch die Lakers gewinnen gegen Houston Spiel 7.

Von Roland Schekelinski

Boston/Los Angeles/München - Die Orlando Magic und die Los Angeles Lakers stehen im Halbfinale der NBA.

Am Sonntagabend haben die Magic das alles entscheidende Spiel der Best-of-Seven-Serie bei den Boston Celtics deutlich mit 101:82 gewonnen und stehen erstmals seit 1996 im Finale der Eastern Conference.

Dort treffen die Magic auf die Cleveland Cavaliers (Do., 2.30 Uhr LIVESCORES).

Auch die Lakers mussten in ein siebtes Spiel, um den Einzug in die dritte Playoff-Runde klar zu machen.

Der Spanier Pau Gasol zeigte beim 89:70 über die Houston Rockets mit 21 Punkten und 18 Rebounds eine starke Leistung.

Lakers-Superstar Kobe Bryant kam auf für seine Verhältnisse bescheidene 14 Punkte. Bryant schnappte sich zudem sieben Rebounds und gab fünf Assists.ad

L.A. erwartet nun die Denver Nuggets, die die Dallas Mavericks mit 4:1 aus den Playoffs geworfen hatten, im heimischen Staples Center zum ersten Spiel (Mi., 3 Uhr LIVESCORES).

Bryant: "Wir sind zweipolig"

So dominant die Lakers in der Regular Season aufgetreten waren, so inkonstant zeigen sie sich nun in den K.o.-Runden. Die personell dezimierten Rockets stellten die Lakers vor erhebliche Probleme und erzwangen ohne die verletzten Yao Ming und Tracy McGrady ein siebtes Spiel.

"Wir sind wohl zweipolig", sagte Kobe Bryant mit Ironie zum Auf und Ab der Lakers.

Lamar Odom, der von der Bank kam und sechs Punkte erzielte, erklärte es so: "Um es interessant zu machen: Das ist Hollywood."

Serie der Celtics gerissen

Der Show-Effekt fehlte auch im NBA-Osten nicht.

Es nimmt sich wie ein kleines Wunder aus, dass Orlando und nicht Titelverteidiger Boston weiter um die NBA-Krone spielen darf. Einfach Magic eben.

Denn die Celtics führten in der Serie bereits mit 3:2. Der Rekordmeister der NBA hatte bislang alle 32 Playoff-Serien, in denen er 3:2 in Führung gelegen hatte, auch gewonnen.

Historische Sieg der Magic

Damit ist es nun vorbei. Und um das nochmal zu verdeutlichen, kritzelte Magic-Coach Stan Van Gundy zum Abschied "32-1" auf die Tafel in der Gästekabine des TD Banknorth Garden in Boston.

"Ich kann mich an keinen Sieg erinnern, der mich glücklicher gemacht hat als dieser", sagte Van Gundy.

Die Niederlage mit 19 Punkten Unterschied ist die vierhöchste in der Geschichte der NBA für einen Titelverteidiger, der in Spiel sieben ausgeschieden ist.

Howard: "Ich bin hungrig"

"Ich glaube, wir können Champion werden", sagte Dwight Howard, der zwölf Punkte erzielte und 16 Rebounds holte. "Wir haben das richtige Team. Wir haben Talent. Wir haben die Coaches. Ich habe noch einen langen Weg vor mir. Und ich bin hungrig."

Hungrig zeigte sich auch der türkische Nationalspieler Hedo Turkoglu, der mit 25 Punkten bester Werfer vor 18.624 Zuschauern in Boston war. Der Flügelspieler der Magic gab zudem zwölf Assists. Ebenfalls eine Bestmarke in diesem Spiel.

Die stärksten Kräfte für die Celtics waren Ray Allen (23 Punkte) und Paul Pierce (16 Punkte).

Celtics mit leerem Tank

"Mir kommt es so vor, als ob uns der Sprit ausgegangen wäre", sagte Pierce. Wie schon in den sieben Spielen der ersten Playoff-Runde gegen die Chicago Bulls fehlte den Celtics auch gegen Orlando der am Knie verletzte Superstar Kevin Garnett. (105806DIASHOW: 3 Teams, 15 Auserwählte)

Garnett, der Boston noch vor einem Jahr zum Titel geführt hatte, musste das Aus im Conference-Halbfinale in Zivil gekleidet von der Bank aus mitansehen. Eine mögliche Operation wurde verschoben, in der Hoffnung, Garnett könnte in der nächsten Runde wieder dabei sein.

Van Gundy freut sich bis zum Spielfilm

"Er hätte auf keinen Fall in einer nächsten Serie spielen können", sagte Celtics-Coach Doc Rivers. "Wir haben es zwar gehofft. Aber ich glaube nicht, dass es dazu gekommen wäre."

Nun stehen die Magic in der nächsten Runde. (STATISTIK: Der Playoffbaum)

"Cleveland spielt auf einem wesentlich höheren Level als irgend jemand anderes in den Playoffs. Da müssen wir eine Schippe drauflegen", so Van Gundy. "Aber darüber machen wir uns erst morgen Gedanken. Das hier muss ich erstmal genießen, bevor wir im Flugzeug nach Hause sitzen und ich mir einen Spielfilm anschauen werde."

Zum Forum - hier mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel