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Hamed Haddadi und der Iran gewannen bei den Olympia kein Spiel © getty

Gesetze und Regierungsauflagen haben den Wechsel von Hamed Haddadi nicht stoppen können. Der Iraner unterschreibt in der NBA.

Von Rainer Nachtwey

München/Memphis - Ein Iraner in der NBA? Lange Zeit schier unvorstellbar.

Gesetze und Regierungsauflagen, in denen es verboten war, mit Iranern in geschäftliche Beziehungen zu treten, schoben diesen Überlegungen von vornherein einen Riegel vor.

Doch mittlerweile hat die Regierung ihre Position überdacht und damit den Wechsel von Hamed Haddadi zu Memphis Grizzlies ermöglicht.

Der Iraner einigte sich mit dem Klub aus Tennessee auf einen langfristigen Vertrag.

Rookie-ähnlicher Vertrag

Vertragsdetails wurden nicht bekanntgegeben, es wird aber angenommen, dass der Kontrakt einem Rookie-Vertrag eines Erstrunden-Draftpicks ähnlich ist.

Demnach dürfte die Vereinbarung über vier Jahre laufen, und ein Jahresgehalt von rund 1,2 Millionen Dollar beinhalten.

Bleibender Eindruck

"Er ist ein sehr guter junger Center, der uns bereits in der Rocky Mountain Revue Summer League aufgefallen ist", sagte Chris Wallace, General Manager der Grizzlies. "Er ist ein exzellenter Rebounder, blockt viele Würfe und kann punkten."

"Unser Trainerstab freut sich schon darauf, mit Hamed zu arbeiten."

Bessere Werte als Bosh und Howard

Der 23 Jahre alte Haddadi, der beim Weltverband FIBA als Ehadadi, in der NBA aber als Haddadi geführt wird, war bei den Olympischen Spielen in Peking ins Rampenlicht gerückt, als er in den Vorrundenspielen für die iranische Nationalmannschaft 16,6 Punkte, 12,2 Rebounds und 2,6 Blocks erzielte.

Mit diesen Werten übertraf er selbst die Center von Team USA Chris Bosh (9,1 Zähler und 6,1 Rebounds) und Dwight Howard (10,9 / 5,8).

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