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Steve Nash (r.) spielte 408 Saisonspiele für Dallas, Jason Kidd bislang 292 © getty

Dallas' Konkurrenz feilscht um die Point Guards Steve Nash und Jason Kidd. Dirk Nowitzki ahnt: "Alle guten Teams wollen Kidd."

Von Michael Spandern

München - Freundschaften zählen angeblich nichts im harten Geschäft des Profisports. Doch in der NBA versuchen die Teambesitzer durchaus, die Kumpels der Schlüsselspieler an Bord zu halten.

Auch deshalb verwunderte es, dass der Milliardär Mark Cuban im Jahre 2004 Dirk Nowitzkis dickstem Freund Steve Nash so viel weniger als die Suns bot, dass der Spielmacher nach Phoenix wechselte.

Ein ähnliches Szenario droht den Nowitzki und den Mavericks erneut. Denn dass Jason Kidd in der kommenden Saison in Dallas bleibt, ist trotz beidseitiger Lippenbekenntnisse ungewiss.

Mehrjähriger Vertrag für Kidd?

Der 36-Jährige träumt wie Nowitzki von seinem ersten Titel, doch seine Zeit neigt sich dem Ende zu. Auch daher stocken die Verhandlungen mit den Mavs.

Berichten zufolge wäre Kidd hoch interessiert, bei einem Titelanwärter wie den aktuellen Halbfinalisten L. A. Lakers und Cleveland Cavaliers zu unterschreiben. "Ich bin sicher, dass alle guten Teams ihn wollen", schwant Nowitzki nichts Gutes.

Cuban müsste Olympiasieger Kidd wohl einen Vertrag über mehrere Jahre anbieten, was jedoch die Aussichten der Mavericks, 2010 einen der hochkarätigen Free Agents (u.a. LeBron James, Chris Bosh, Amare Stoudemire, Steve Nash, ...) zu ködern, schmälern würde.

Portland nun doch interessiert?

"Wenn wir ihn verlieren, wird es hart", gab Nowitzki seinem Boss nach dem Playoff-Aus gegen Denver noch einen unmissverständlichen Wink (STATISTIK: Der Playoffbaum).

Doch neben den Lakers und den Cavaliers erwächst den Mavs nun neue Konkurrenz um Kidd: Wie "ESPN" erfuhr, steigen die Portland Trail Blazers nun in den Poker ein.

Sie hatten einem Bericht von "Hoopsworld" zufolge nach Gesprächen mit den Mavericks im Januar einen Trade abgelehnt, der Kidd im Tausch für Jarred Bayless und Zugaben nach Portland geschickt hätte.

Nash der erste Kandidat

Die Trail Blazers suchen einen erfahrenen Point Guard und haben einigen Spielraum in ihrem Gehaltsgefüge.

Doch Plan A verfolgt einen anderen Nowitzki-Kumpel: Steve Nash. Zwar wollen die Phoenix Suns ihre All-Stars Amare Stoudemire und Shaquille O'Neal loswerden (was im Februar fehlschlug), doch der zweimalige MVP Steve Nash ist anscheinend attraktiver (105806DIASHOW: 3 Teams, 15 Auserwählte).

Denn neben Portland stehen auch die Golden State Warriors, die Toronto Raptors, die New York Knicks und die Houston Rockets kurz davor, ein Angebot für den 35-Jährigen abzugeben, obwohl der noch bis 2010 in Phoenix unter Vertrag steht. Das berichtet "ESPN".

"Das Gesicht unseres Teams"

"Ich habe kein Interesse, ihn abzugeben", versicherte Teammanager Steve Kerr am Montag. "Ich habe oft genug gesagt, dass wir mit ihm verlängern wollen. Steve ist das Gesicht unseres Teams."

Auch Nash selbst hofft, "dass ich die Suns doch noch ins Laufen bringe", wie er wissen ließ. Doch sollte eine vorzeitige Vertragsverlängerung scheitern, brächte er den Suns nur noch jetzt oder während des Tradefensters im Winter etwas ein.

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