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Kobe Bryant (l.) machte sein achtes 40-Punkte-Spiel in seiner Playoff-Karriere © getty

Carmelo Anthonys zweitbester Playoff-Wert reicht nicht, um den Superstar der Los Angeles Lakers zu überbieten.

Von Sebastian Hrabak

Los Angeles/München - Das gesamte Spiel in Rückstand gelegen, nur 48 Stunden Pause nach Spiel 7 gegen Houston, doch die L.A. Lakers gewannen trotzdem ihr erstes Playoff-Spiel im Western Conference Final gegen ausgeruhte Denver Nuggets mit 105:103.

Mit einem Kraftakt brachte Superstar Kobe Bryant seine Lakers zum knappen Sieg. 40 Punkte, davon sechs Freiwürfe in den letzten 30 Sekunden, standen am Ende für den All-Star auf der Anzeigetafel.

"Das war ein guter, ein wichtiger Sieg", sagte Bryant: "Wie ich zu den Jungs sagte, es ist eine neue Serie. Wir fühlten uns am Anfang sehr schwach, weil wir einen langsamen Start erwischten. Doch ich sagte einfach, dass sie es vergessen sollten, denn es ist eine neue Serie."

Die topgesetzten Lakers führen damit in der Serie gegen die Mannschaft aus Colorado mit 1:0. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum) ad

Auch Carmelo Anthony, der mit 39 Punkten seine zweithöchste Playoff-Ausbeute erzielte, konnte die Niederlage in den Schlussminuten nicht verhindern. "Es hat wirklich Spaß gemacht mit ihm, er ist ein Bulle auf dem Feld", sagte Bryant über seinen Teamkollegen bei Olympia.

Anthony zu Beginn stark

Die Nuggets, die im Gegensatz zu L.A. durch die ersten beiden Playoff-Runden ohne größere Mühen spazierten, legten auch im Staples Center selbstbewusst los. Allen voran "Melo" Anthony war von Beginn an heiß und erzielte 16 seiner 39 Punkte im ersten Viertel, das sein Team mit einer Führung von acht Punkten abschloss.

Im zweiten Viertel kämpften sich die Lakers allerdings wieder heran, bis Derek Fisher kurz vor der Halbzeitpause mit einem Sprungwurf die erste Führung für das Heimteam erzielte. "Wir mussten uns durchboxen, wir kamen nicht mit der Energie ins Spiel, die wir uns vorgestellt hatten. Die Jungs waren matt, ein bißchen müde", sagte Bryant, "aber es war ein sehr guter Test für uns."

Bis vier Minuten vor dem Ende sah es aber so aus, als könnte der Gast einen knappen Vorsprung ins Ziel retten. "Sicher, wir hatten eine Menge an Chancen, dieses Spiel zu gewinnen", meinte Anthony. Die Würfe von der Linie entschieden jedoch kurz vor dem Ende über den Sieg.

Bryant zeigt den Superstar

Mit 1:14 Minuten auf der Uhr verwandelte Pau Gasol, der mit 13 Punkten und vierzehn Rebounds das Duell gegen Kenyon Martin (15 Punkte, acht Rebounds) knapp für sich entschied, beide Freiwürfe zum 99:99-Ausgleich.

Ein überragender Bryant, der 18 seiner 40 Punkte im letzten Viertel erzielte, machte 30 Sekunden vor Schluss mit starken Nerven alles klar.

Zuerst versenkte er zwei Freiwürfe zur 101:99-Führung, ehe Trevor Ariza beim Einwurf der Nuggets an der Mittellinie den Ball erneut in die Finger bekam und wieder 20 Sekunden von der Uhr liefen. Bryant stand erneut an der Linie und behielt eine ruhige Hand zum 103:99.

"Das war nicht der Grund für die Niederlage", sagte Anthony Carter, der mit seinem schlechten Einwurf den Steal für Ariza möglich gemacht hatte, "wir hatten noch genug Zeit auf der Uhr."

Die Antwort reicht nicht

Die Antwort der Nuggets ließ nicht lange auf sich warten. Wie schon in den Spielen gegen Dallas glückte diesmal Chauney Billups, der am Ende auf 18 Punkte und acht Assists kam, ein Dreier, mit dem er sechs Sekunden vor dem Ende auf 102:103 aus Sicht der Nuggets verkürzte.

Doch im Gegenzug stand erneut Kobe Bryant an der Linie und versenkte den zwölften von insgesamt 13 Freiwürfen an diesem Abend zur 105:102-Führung. Den Schlusspunkt setzte J.R. Smith, der seinen zweiten Freiwurf freiwillig daneben setzte. Der Rebound fiel allerdings in die Hände von Kobe Bryant, der den Sieg für seine Lakers festhielt.

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