vergrößernverkleinern
Die Denver Nuggets haben das erste Spiel der Playoff-Serie gegen die L.A. Lakers verloren © getty

In Denver gibt es Streitigkeiten um die Arena. Nuggets-Besitzer Kroenke Sports wirft die WWE-Wrestler aus der Halle.

Von Christian Stüwe

München - Wrestler sind fiese Gesellen, mit ihnen sollte man sich eigentlich besser nicht anlegen.

Doch genau dies tun die Denver Nuggets in Person ihres Besitzers Stan Kroenke derzeit.

Der Grund für den Streit sind Terminprobleme im Pepsi-Center, der Spielstätte der Nuggets.

Dort wollten die Wrestler der WWE am kommenden Montag das "Monday Night Raw" austragen. Doch auch Spiel 4 der Playoff-Serie der Nuggets gegen die L.A. Lakers steht an(STATISTIK: Der Playoffbaum).

Grund genug für Kroenke die Wrestler auszuquartien.

Wrestler buchten bereits im August 2008

Dabei war die WWE zuerst da, bereits im August 2008 wurde die Arena gebucht. Damals ahnte noch niemand etwas von der Playoff-Teilnahme der Nuggets. Am 15. April dieses Jahres wurde der Termin sogar noch einmal bestätigt.

Kroenke scheint dies nun nicht mehr zu interessieren, was den Vorsitzenden der WWE, Vince McMahon auf die Palme bringt.

"Ehrlich gesagt ich finde, dass Stan Kroenke verhaftet werden sollte", schimpfte McMahon, "er sollte verhaftet werden, da er sich als guter Geschäftsmann präsentiert, aber das ist er nicht."

"Sie haben uns einfach aus der Halle geworfen", wütet der WWE-Vorsitzende weiter: "Es gab kaum eine Entschuldigung. Sie haben nichts für uns getan. Sie wollten keine Erklärung abgeben und uns als Entschädigung eine Sonntag-Nacht anbieten. Aber der Name der Show ist 'Monday Night Raw'".

McMahons Zustimmung?

Kroenke Sports stellte die Angelegenheit naturgemäß ganz anders dar.

Das Unternehmen behauptet, McMahon habe zugestimmt, die Wrestle-Veranstaltung auf einen Sonntag zu verlegen.

"Wir haben in gutem Glauben mit Vince verhandelt und sind davon ausgegangen, dass wir uns prinzipiell einig sind, den Termin auf Dienstag zu verlegen", sagte Paul Andrews, Vize-Präsident von Kroenke Sports: "Für uns war die Angelegenheit so klar, dass wir Vince um eine gemeinsame Presseerklärung gebeten haben. Er sagte: 'Paul, ich habe kein Problem damit'. Dann hat er uns um fünf Karten für das Nuggets-Spiel gebeten, damit er sich persönlich bei Herrn Kroenke entschuldigen könne."

Andrews nannte McMahon einen "Meister der Propaganda". Durch eine Presseerklärung habe man davon erfahren, dass das Wrestle-Event nach Los Angeles umziehen werde. "Er hat uns nicht einmal kontaktiert, um uns mitzuteilen, dass er unsere Vereinbarung nicht akzepitieren will. Wir waren, ehrlich gesagt, ziemlich schockiert."

McMahon behauptete, das Angebot von Kroenke sei zu spät gekommen.

10.000 Tickets schon verkauft

Für das "Monday Night Raw" wurden im Vorverkauf schon mehr als 10.000 Tickets abgesetzt. Die Veranstaltung am "Memorial Day" droht zu platzen. Auf der Homepage der WWE wird bereits vom "Denver Debakel" gesprochen.

"Ich fühle mich wie in einem reißenden Fluss, aber ich habe keine Ruder. Ich weiß nicht, was ich tun soll", sagte McMahon der "Denver Post".

"Wir hätten uns diesen Tag nie ausgesucht, wenn wir gewusst hätten, dass wir ausgebootet werden könnten", ärgerte sich McMahon weiter.

Umzug in eine andere Stadt?

Nun soll die Verlegung ins Staple Center in Los Angeles das Problem lösen, allerdings dürfte dies die Besitzer der bereits verkauften Tickets nicht wirklich zufrieden stellen.

"Vielleicht mache ich die Show ja auch auf irgendeinem Parkplatz", zählte McMahon eine weitere wohl nicht ganz ernst gemeinte Alternative auf. Auch andere Hallen-Betreiber hätten ihn kontaktiert, berichtet der Funktionär.

Fest steht aber wohl, dass die Nuggets am Montag die Halle nutzen werden. Auch Kroenke wird dabei sein, um sein Team gegen die Lakers spielen zu sehen.

Allerdings sollte Kroenke besser vesuchen, McMahon aus dem Weg zu gehen. Denn der früher als "Mr. McMahon" bekannte Profi-Wrestler soll bereits angeboten haben, die Sache im Ring zu regeln.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel