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Der Heimvorteil ist trotz eines überragenden Spiels von MVP LeBron James dahin © getty

Trotz der Fabelleistung von LeBron James verlieren die Cavs Spiel 1 gegen Orlando. Der "Superman" stemmt sich gegen die Niederlage.

Von Sebastian Hrabak

Cleveland/München ? Nun ist es also passiert: Die Cleveland Cavaliers haben ihr erstes Playoff-Spiel im Jahr 2009 verloren - nach acht siegreichen Partien in Folge. (Der zweite "Sweep" für die Cavaliers)

Die Orlando Magic gewannen im Quicken Loans Center von Cleveland mit einer aufopferungsvollen Darbietung knapp mit 107:106 (48:63) Spiel 1.

In der "Best-of-Seven-Serie" der Conference Finals im Osten liegen damit die Magic mit 1:0 in Führung und haben dem Titelfavoriten gleich im ersten Versuch den Heimvorteil gestohlen.

"Das ist nicht akzeptabel"

Trotz eines überragenden LeBron James, der mit 49 Punkten einen Playoff-Karriererekord aufstellte, gaben die Cavs leichtsinnig das Spiel aus der Hand.

Zur Pause führte das Team aus Cleveland mit 15 Punkten Vorsprung, doch die selbstgefällige Art, mit der die Cavs in die zweite Hälfte gingen, nutzten Dwight Howard und Co. gnadenlos aus.

Besonders Rashard Lewis erwischte einen hervorragenden zweiten Abschnitt und brachte sieben seiner acht Versuche - davon drei Dreier - im Korb unter.

"Das ist nicht akzeptabel", sagt James, "wir hätten nicht verlieren dürfen."(STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Ausgeruhte Cavs starten gut

Zu Beginn sah es auch nach einem klaren Durchmarsch für die Cleveland Cavaliers aus. LeBron James, der am Ende zusätzlich acht Assists und sechs Rebounds in seiner Statistik verbuchen konnte, war wieder einmal nicht zu stoppen und machte allein 26 Punkte in der ersten Halbzeit.

Gekrönt wurde die dominante Vorstellung der Cavs durch einen Buzzer-Beater mit der Halbzeitsirene durch Mo Williams aus der eigenen Hälfte, der die komfortable 63:48 Pausenführung markierte.

Bis dahin machte nur Dwight Howard, der an diesem Abend 30 Punkte und 13 Rebounds erzielte, bei den Magic auf sich aufmerksam. Mit seiner unbändigen Kraft zerstörte er bei einem Dunking die 24-Sekunden-Uhr.

"Wir gaben nie auf"

Nach der Pause schienen die Mannschaften wie ausgewechselt.

Die bis dahin spielbestimmenden Cavaliers erwischten einen schwerfälligen Start in den dritten Spielabschnitt. Die Offensivaktionen waren vollkommen ideenlos, und die ganze Verantwortung wurde auf die Schultern des MVP geladen, der jedoch mit andauerndem Spielverlauf immer mehr von Krämpfen geplagt wurde.

Im Gegensatz dazu verzeichneten die Magics in Abschnitt drei und vier eine 55-prozentige Wurfquote gegen das beste Defensiv-Team der NBA und zeigten eine geschlossene Mannschafsleistung.

"Es ist ein großer Sieg", sagte Dwight Howard, "Wir gaben den Kampf nie auf. Wir glaubten immer an unsere Chance zum Sieg." Unterstützung bekam "Superman" neben Rashard Lewis noch von Hedo Turkoglu. Der Türke erzielte 15 Punkte und 14 Assists für die Magic.

Lewis wird zum Matchwinner

Doch selbst mit dem schwachen Auftritt in der zweiten Hälfte hatten die Cavs mehrmals die Chance, den Sack in den Schlusssekunden zuzumachen. Doch die "Big Shots" in der heißen Phase netzten an diesem Abend die Magic ein.

Nachdem Lewis einen Dreier 14 Sekunden vor Schluss über Anderson Varejao im Korb versenkte, nutzte Delonte West im Gegenzug einen völlig offenen Drei-Punkte-Versuch nicht.

Und sogar eine weitere Gelegenheit bekamen die Cavs, um den Heimsieg dingfest zu machen, als sich LeBron James den Offensivrebound sicherte und Mo Williams einsetzte. Doch auch dieser Jump-Shot fand nicht den Weg in den Korb, sondern sprang vom Ring zurück ins Feld.

"Man muss 48 Minuten spielen", kritisierte Matchwinner Rashard Lewis, "Das Wichtigste ist, 48 Minuten zu spielen. Wir spielten zwar nur eine Hälfte, aber es war die zweite Hälfte."

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