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Nach dem siegbringenden Dreier war LeBron James von Sasha Pavlovic nicht zu halten © getty

Cleveland gerät in Spiel 2 gegen Orlando eine Sekunde vor Schluss in Rückstand. Doch der MVP trifft mit der Sirene für drei.

Von Michael Spandern

München/Cleveland - Die Eastern Conference Finals 2009 sind auf dem Weg zum Klassiker: Gelang den Orlando Magic in Spiel 1 eine ungeahnte Aufholjad und der Sieg bei den Cleveland Cavaliers (Orlando stiehlt Spiel 1 - trotz LeBrons Rekord), drehten sie am Freitag sogar einen 23-Punkte-Rückstand.

Doch sie hatten die Rechnung ohne den MVP gemacht: LeBron James sicherte - diesmal ohne Wadenkrämpfe - dem Titelfavorit mit der Schlusssirene den Sieg und den Ausgleich in der Best-of-Seven-Serie. (STATISTIK: Der NBA-Playoff-Baum)

Sein Dreier aus sieben Metern im Zurückfallen schlug zum 96:95 (56:44) für Cleveland ein - über seinen Gegenspieler Hedo Türkoglu, der den Gästen eine Sekunde zuvor ihre erst zweite Führung beschert hatte.

Geschichte ins Positive verkehrt

"Wir konnten es uns einfach nicht erlauben, 0:2 in Rückstand zu geraten", erklärte James, der 35 Punkte und fünf Assists, allerdings auch sechs Ballverluste verbuchte. "Das war einfach ein großartiges Wurf."

Während die 20.652 staunten, ging der Assistent dieses Wurfes, Mo Williams ehrfürchtig auf die Knie und klopfte aufs Parkett.

Vielleicht auch, weil die Cavs ihre Leidensgeschichte ins Positive verkehrt hatten: 1989 hatte sie Michael Jordan im entscheidenden Spiel 5 mit dem Siegwurf ins Mark getroffen - und Craig Ehlo sackte vor Verzweiflung auf dem Boden zusammen.

Howard kommt kaum zum Zuge

Neben James waren Spielmacher Williams (19 Punkte) und Center Zydrunas Ilgauskas (12 Punkte, 15 Rebounds) die Stützen Clevelands.

Auf der Gegenseite sich Rashard Lewis (23 Punkte) und Türkoglu (21) hervor. All-Star-Center Dwight Howard bekam den Ball nur selten in Korbnähe und beendete das Spiel mit zehn Punkten und 18 Rebounds.

Die im Achtel- und Viertelfinale ungeschlagenen Gastgeber (Der zweite "Sweep" für die Cavaliers) führten Mitte des zweiten Viertels nach einem Dreier von Joe Smith bereits 43:20.

Lewis bläst zur Aufholjagd

Doch die Magic verkürzen den Rückstand mit einem 20:8-Lauf, zu dem Lewis zehn Zähler beisteurte, auf elf.

Nach dem Seitenwechsel schwankte der Abstand zwischen elf und 16 Punkten, bevor Lewis zwei Dreier nacheinander zum 58:64 versenkte.

Im Schlussviertel glich Orlando mit neun Punkten in Folge zum 82:82 aus, fünfeinhalb Minuten vor dem Ende traf Courtney Lee einen Sprungwurf zur ersten Gästeführung (86:84).

Cleveland hat "eine Menge aufzuräumen"

Nachdem die Kombo Williams/Ilgauskas die Cavs wieder nach vorn gebracht hatte, wendete Türkoglu mit dem Dreier zum 93:93 und dem vermeintlichen Siegwurf erneut das Blatt - nur um die Bühne für den bislang größten Wurf von "King" James zu bereiten.

"Ich wusste, der war gut", so James. Doch die Referees überprüften noch mal, ob der Überathlet rechtzeitig abgedrückt hatte - er hatte.

"Nun sind wir bereit für Spiel 3. Da haben wir eine Menge aufzuräumen", sagte der 24-Jährige vor der ersten Auswärtspartie in der Nacht auf Montag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES). In der Regular Season verloren die Cavaliers beide Spiele in Orlando deutlich.

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