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Dirk Nowitzki habe sich ein Kind von ihr gewünscht, sagt Cristal Taylor © getty

Taylor ist enttäuscht Nowitzkis Heimreise: "Im Rennen ist er gut, doch sein Kind ist hier." Sie sei für den Lügendetektor bereit.

Von Michael Spandern

München - Zu der Verzweiflung einer Inhaftierten sind bei Cristal Taylor Ärger und Enttäuschung hinzukommen.

Die 37-Jährige, die sich als Verlobte von Dirk Nowitzki ausgibt und wegen Verstoßes gegen Bewährungsauflagen im Gefängnis von Beaumont einsitzt, ist sauer auf den deutschen All-Star.

Sauer, dass sich Nowitzki nicht zu ihr und dem Kind, das sie angeblich von ihm erwartet, bekennt. Sauer, dass er über seinen Anwalt Robert Hart Zweifel an ihrer Schwangerschaft streuen lässt. (Anwalt zweifelt an Nowitzkis Vaterschaft) Und sauer, dass er am Donnerstag Nachmittag in seine fränkische Heimat abgereist ist.

"Sein Kind und ich werden hier sein"

"Er ist gut im Rennen", ätzt sie im Interview mit den "Dallas Morning News". "Aber kann nach Deutschland und Österreich rennen, oder wohin auch immer. Doch sein Kind und ich werden immer noch hier sein."

Taylor beharrt darauf, schwanger zu sein. Schließlich sei sie in ihrem vorigen Gefängnis in Dallas, von dem sie nach Beaumont überführt wurde, zweimal positiv getestet worden.

"Ich bin zu einem Lügendetektor-Test bereit, was all meine Aussagen angeht. Können sie das auch von sich behaupten?", fragt Taylor in Richtung Nowitzki und seines Anwalts.

"Seine gesetzliche Pflicht"

Sie glaubt mittlerweile, dass sie seit sieben Wochen schwanger ist und hält daran fest, seit eineinhalb Jahre mit Nowitzki zusammenzuleben. Umso mehr ist sie von dessen Schweigen genervt. (Kampfansage von Dirkules)

"Dirk ist ein erwachsener Mann. Warum spricht ein Anwalt für ihn?", sagt die gebürtige Brasilianerin. "Ich bin geschockt von Dirk. Ich liebe ihn von ganzem Herzen, aber das fasse ich nicht."

Dass Nowitzkis Rechtsbeistand Hart mitteilte, Nowitzki werde sich - sollte Taylor die Wahrheit sagen - um das Wohlergehen seines Kindes kümmern, beeindruckt sie nicht. "Er hat das Baby mit mir gezeugt. Sich darum zu kümmern, ist nichts Ehrenhaftes, sondern seine gesetzliche Pflicht."

Immer wieder in der Hölle

Taylor, Häftling Nr. 16 in Beaumont, "weint sich nachts in den Schlaf." In ihrem Block sind 20 weibliche Kriminelle inhaftiert.

"Ich bete, dass ich aufwache und alles nur ein Albtraum war. Ich träume, dass Dirk hereinkommt und mich fragt, ob ich fürs Abendessen bereit sei", erzählt Tayler. (Nowitzki ist "meine einzige Geldquelle")

Doch sie wache immer wieder in der Hölle auf.

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