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Dwight Howard lag mit 24 Punkten über seinem Saison-Durchschnitt von 20,6 Zählern © getty

In einem ruppigen dritten Spiel erkämpft sich Orlando dank einer geschlossenen Teamleistung die erneute Führung gegen Cleveland.

Von Björn Seitner

Die Orlando Magic schnappen sich in den Eastern Conference Finals die Führung zurück.

Das Team von Head Coach Stan Van Gundy zeigte sich keineswegs geschockt von der Buzzer-Beater-Niederlage aus Spiel 2 ("King" James' größter Wurf) und fuhr dank einer überragenden Mannschaftsleistung den 99:89 (42:41)-Sieg in der Amway Arena von Orlando sicher nach Hause.

Eine Mannschaftsleistung, die den Cavs einmal mehr zum Erfolg fehlte: MVP LeBron James war mit 41 Punkten, sieben Rebounds und neun Assists klar bester Mann - seine Mitspieler blieben jedoch glanzlos.

Und so gehen die Magic in der Best-of-Seven-Serie vor ihrem nächsten Heimspiel in der Nacht auf Mittwoch (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) mit 2:1 erneut in Front.

61 Fouls in einer hitzigen Partie

Nachdem die ersten beide Spiele durch jeweils nur einen Punkt Unterschied entschieden wurden, konnte Orlando diesmal einen deutlichen Vorsprung ins Ziel retten. (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Allerdings mussten sie auch einiges für den Erfolg aufbringen. Die hitzige Partie war gezeichnet von Regelverstößen: 58 persönliche, zwei technische und ein Flagrant Foul von Anthony Johnson an Mo Williams, der daraufhin mit vier Stichen genäht werden musste, hatten die Schiedrichter zu ahnden.

Das erklärte auch, warum Dwight Howard 14 seiner 24 Punkte von der Freiwurflinie erzielte. Der Magic-Center resümierte nach dem Spiel: "Wir haben einfach gekämpft. Das ist, was wir tun müssen, bis zum Ende kämpfen."

James verpasst den Anschluss

Howard musste allerdings auch die letzten sieben Minuten der ersten Hälfte auf die Bank, weil er mit drei Fouls bereits stark gefährdet war.

Auf der anderen Seite sah es ähnlich aus, nur nicht so erfolgreich. LeBron James warf im letzten Viertel fünf Freiwürfe daneben und verpasste es, das Spiel auf der Zielgeraden noch einmal spannend zu machen.

Drei Freiwürfe, die er jedoch allesamt versenkte, bekam er, weil Howard ihn beim Stand von 86:94 bei einem Dreier blockte - die Schiedrichter entschieden jedoch auf Foul des "Superman".

Magic bald ein Spiel ohne Howard?

Doch der MVP alleine war nicht Schuld an der zweiten Niederlage im dritten Spiel. Mo Williams, Delonte West und Zydrunas Ilgauskas trafen im gesamten Spiel zusammen nur 13 von 37 Würfen.

Die Magic dagegen hielten sich mit 19 Treffern aus 23 Versuchen die Cavs im entscheidenden Viertel erfolgreich vom Hals.

Einen fahden Nachgeschmack könnte die Partie noch nach sich ziehen: Howard kassierte nach einer angeblichen Schiedsrichterbeleidigung sein fünftes technisches Foul in den Playoffs. Beim siebten muss er ein Spiel aussetzen.

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