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Dwight Howard (r.) erzielte zehn seiner 27 Punkte in der Verlängerung © getty

In einem dramatischen Spiel 4 besiegt Orlando die Cavs mit 116:114 nach Verlängerung. Dwight Howard ist der entscheidende Mann.

Von Nikolai Kube

München/Orlando - Die Orlando Magic stehen mit einem Bein in den NBA Finals.

Nach dem 116:114-Heimsieg nach Verlängerung in Spiel vier der Eastern Conference Finals gegen die Cleveland Cavaliers steht es nun 3:1 in den "Best-of-Seven-Serie" (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum).

Ein Sieg in Spiel fünf in der Nacht auf Freitag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) in Cleveland würde für Howard und Co. das Finale bedeuten.

Auch eine abermals überragende Vorstellung von LeBron James konnte die Cavs-Niederlage in einem dramatischen Spiel nicht verhindern.

44 Punkte, 12 Rebounds, sieben Assists

Der MVP erzielte beeindruckende 44 Punkte, pflückte 12 Rebounds herunter und gab sieben Assists. Allerdings leistete James sich auch ungewöhnliche acht Ballverluste und leistete sich einen folgenschweren Fehlwurf.

Nachdem Rashard Lewis einen seiner zwei Freiwürfe zum 116:114 verwandelte, waren noch 3,2 Sekunden zu spielen. Jeder in der Amway Arena wusste nun, was passieren würde.

James, der schon in Spiel zwei mit einem Last-Minute-Wurf die Cavs zum Sieg führte, bekam trotz Doppelbewachung den Ball. Er dribbelte in die gegnerische Hälfte, stieg hoch. Doch sein Wurf verfehlte das Ziel, die Magic konnten jubeln.

Howard entscheidet Verlängerung

Entscheidender Mann der Verlängerung war ein anderer: Dwight Howard. Der Center der Orlando Magic erzielte zehn seiner 27 Punkte in Overtime.

"Meine Teamkollegen haben mich perfekt eingesetzt und ich habe die Dinger dann einfach versenkt", so Howard nach der Partie.

Auch in der Defensive leistete der Riese erneut gute Arbeit. 14 Rebounds und drei Blocks standen am Ende für Howard zu Buche.

Scharfschützen in Florida

Beeindruckend auch die Anzahl der versenkten Dreier auf Seiten der Gastgeber. 38-mal versuchten die Magic-Stars ihr Glück von jenseits der Drei-Punkte-Linie, 17 Würfe davon landeten im Korb.

Treffsicherster Schütze war Rafer Alston. Der Guard versenkte sechs Dreier und war am Ende mit 26 Punkten neben Howard der Spieler mit den meisten Punkten.

Rashard Lewis und Mickael Pietrus erzielten 17 Zähler, Hedo Turkoglu kam am Ende auf 15 Punkte.

Statistik spricht für Magic

Bei den Cavs, bei denen die bislang erfolgreiche Saison zu enden droht, trafen neben James drei weitere Akteure zweistellig.

Mo Williams markierte 18 Punkte, allesamt in der ersten Halbzeit. Delonte West mit 14 und Zydrunas Ilgauskas mit 12 Zählern rundeten die enttäuschende Mannschaftsleistung ab.

Die Statistik spricht nun eindeutig für die Magic.

Teams, die in den Playoffs mit 3:1 in Führung lagen, haben seit 1947 erst achtmal noch verloren. In 182 Fällen zog die führende Mannschaft auch in die nächste Runde ein.

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