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Ricky Rubio wurde im Februar 2009 zu Europas besten U22 Spieler 2008 gewählt © getty

Ricky Rubio, eines der größten Basketballtalente der vergangenen 20 Jahre, steht auf der Einkaufsliste der Mavericks weit oben.

Von Nikolai Kube

München - Die Einkaufsliste der Dallas Mavericks für die Position des Point Guards für die kommende Saison ist lang.

Da Jason Kidds Zukunft noch nicht gesichert scheint, hat Eigentümer Mark Cuban nun einen Spanier ganz weit oben auf der Liste, der als eines der größten Basketballtalente der vergangenen 20 Jahre gilt: Ricky Rubio.

Von dem 18-Jährigen, der im Moment als Spielgestalter bei Joventut Badalona die Massen verzückt, sind die Mavs-Verantwortlichen begeistert.

Präsident Donnie Nelson gerät, auf den Spanier angesprochen, ins Schwärmen.

Nelson: "Bester Point Guard aus Europa"

"Er ist der am höchsten einzuschätzende Point Guard, der jemals aus Europa in die USA gekommen ist", so Nelson in der "Dallas Morning News".

Selbst den Vergleich mit Spurs-Star Tony Parker müsse das Supertalent nicht scheuen: "Nicht einmal Tony Parker hatte eine vergleichbare Vita, bis er schließlich in der NBA Fuß gefasst hat."

Dass die Mavericks ausgerechnet einen Spanier ins Boot holen wollen, ist wenig verwunderlich.

Calderon überzeugt in Toronto

Das Weltmeister-Team von 2006 ist mittlerweile fast komplett in der NBA vertreten.

Center Pau Gasol ist zum absoluten Leistungsträger bei den Los Angeles Lakers geworden. Guard Rudy Fernandez ist bei den Portland Trail Blazers nicht mehr wegzudenken und Jose Calderon spielte eine überragende Saison für die Toronto Raptors.

Er gab im Schnitt 8,9 Assists und erzielte 12,9 Punkte pro Partie. Gasols Bruder Mark ist Stammspieler bei den Memphis Grizzlies.

"Junger Jason Kidd"

Rubio würde auch perfekt in das Anforderungsprofil der Mavericks passen.

Der Spanier wird oft als "junger Jason Kidd" bezeichnet.

Es wäre ideal für das Nowitzki-Team, wenn der 18-Jährige noch ein bis zwei Jahre an der Seite des 36-jährigen Kidd Erfahrung sammeln und anschließend alleine die Fäden bei den Mavericks ziehen würde.

Transfer schwierig zu realisieren

Allerdings dürfte es schwer werden, den jungen Spanier nach Dallas zu holen.

Auf Grund der NBA-Statuten dürfen die Mavericks im Juli erst an Nummer 22 draften. Rubio wird jedoch im Moment als zweit- oder drittbester Pick direkt hinter Blake Griffin eingestuft. Somit wird der Spieler womöglich vorerst zu den Memphis Grizzlies oder Oklahoma City wechseln.

Im Anschluss hätten die Mavericks dann die Chance das Supertalent in einem Tauschgeschäft nach Dallas zu locken.

Kidd-Zukunft weiter offen

Die Zukunft Kidds bei den Mavs ist allerdings weiter völlig offen.

Sein großer Traum den NBA-Titel zu holen, ist nach dem Aus gegen die Denver Nuggets geplatzt.

Nun spekuliert der Ex-Nets Guard darauf, dass seine Dienste bei den in den Conference Finals schwächelnden Favoritenteams Los Angeles Lakers und Cleveland Cavaliers gebraucht werden.

Allerdings wäre ein Wechsel zu einem vermeintlich besseren Team keine Garantie auf den Titel.

Favoritenteams tun sich schwer

Das zeigen die aktuellen Playoffs, in denen Außenseiter wie die Nuggets und die Magic den Favoriten das Leben enorm schwer machen (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum).

Auch NBA-Legende Karl Malone wollte gegen Ende seiner Karriere nach 18 Jahren endlich die Trophäe in Händen halten und entschied sich 2003 für einen Wechsel von den Utah Jazz zu den L.A. Lakers.

Das aus Stars wie Kobe Bryant, Shaquille O'Neal und Gary Payton bestehende Team war der große Favorit auf den Titel, scheiterte aber im Finale an den Detroit Pistons.

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