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LeBron James wurde 2003 von den Cleveland Cavaliers an erster Stelle gedraftet © getty

Dank einer Glanzleistung des MVP wehrt Cleveland den ersten Matchball gegen Orlando ab und träumt weiterhin vom Titel.

Von Julian Ignatowitsch

München/Cleveland - Die Cleveland Cavaliers bleiben im Kampf um die Meisterschaft in der NBA im Rennen: Gegen die Orlando Magic verkürzte das Team um Superstar LeBron James in der Nacht auf Freitag durch einen 112:102-Erfolg auf 2:3 in den Eastern Conference Finals (STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum).

Dabei sorgte "King" James mit einer königlichen Leistung fast im Alleingang dafür, dass die Cavs ihre Titelträume nicht vorzeitig begraben müssen.

Mit 37 Punkten, 14 Rebounds und 12 Assists erreichte der MVP ein Triple Double und spielte in den entscheidenden Momenten groß auf.

Nicht mal "Superman" kann James stoppen

Im vierten Viertel erzielte er 17 Punkte und war an 29 der 34 Zähler der Cavs im Schlussviertel beteiligt.

Nicht mal "Superman" Dwight Howard (24 Punkte, 10 Rebounds) konnte James stoppen. Er musste gut zwei Minuten vor dem Ende nach einem weiteren Foul gegen den Small Forward, seinem insgesamt sechsten, verfrüht vom Feld.

"Das ist ein ganz wichtiger Sieg für uns", freute sich James: "Wir wollten unsere Fans nicht enttäuschen und haben alles gegeben - es ging schließlich auch um alles."

Gala im Schlussviertel

Nach einem Blitzstart führten die Cavaliers schon nach dem ersten Viertel mit 38:15, doch die Magic erholten sich von dem zwischenzeitlich auf 22 Punkte angewachsenen Rückstand und übernahmen zu Beginn der zweiten Hälfte plötzlich das Kommando.

Mit einem Zähler Vorsprung gingen die Gäste ins Schlussviertel und hatten das Finale bereits vor Augen. Doch James hatte andere Pläne.

Erst legte er mustergültig zwei Dreier für seine Teamkollegen auf, dann versenkte er den Ball selbst sieben Mal im Korb und brachte sein Team mit 94:90 in Front. Fast jeder Angriff lief über den Superstar. Cleveland gab den Vorsprung nicht mehr her.

Folgt die Kür?

Neben James bot bei den Cavaliers Mo Williams eine starke Leistung und beendete die Partie mit 24 Punkten, davon sechs Dreier.

Der Point Guard hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass sein Team die Best-of-Seven-Serie noch drehen werde.

Die Pflicht dazu hat Cleveland nun erfüllt, in Orlando soll in der Nacht auf Sonntag der nächste Schritt, dann schließlich die Kür folgen. Bisher gelang es seit 1947 nur acht Teams, einen 1:3-Rückstand in den Playoffs aufzuholen.

Van Gundy besorgt

Orlando setzt seine Hoffnungen ganz auf das kommende Heimspiel in der Nacht auf Sonntag (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) in der Amway Arena.

Mit einem Sieg vor eigenem Publikum würden die Magic zum zweiten Mal nach 1995 ins NBA-Finale einziehen.

Doch eine Sorge plagt Trainer Stan Van Gundy: "Alles dreht sich um LeBron James. Wenn er in die Zone kommt, heißt es Korb oder Foul. Wir müssen einen Weg finden, ihn zu stoppen!"

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