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Jameer Nelson (M., mit Howard und Lewis) spielt die fünfte Saison in Orlando © getty

Jameer Nelson will unbedingt den Magic helfen, den Titel gegen L.A. zu holen. Doch seine Mannschaft steht auch ohne ihn gut da.

Von Jessica Pulter

München - Mit einer Rückkehr von Jameer Nelson noch in dieser Saison hat kaum jemand gerechnet.

Aber auch der Sieg seiner Orlando Magic in den Conference-Finals kam ja nach der überragenden Saison der Cleveland Cavaliers überraschend. (SPIELBERICHT: Orlando macht die Sensation perfekt)

Jetzt könnte Nelsons Comeback das richtige Mittel sein, um auch den Finalgegner Los Angeles Lakers (Spiel 1, Fr., ab 3 Uhr LIVESCORES) zu schlagen. Denn die Kalifornier liegen dem Point Guard der Magic.

Allerdings würde seine Rückkehr eine funktionierende Rotation aufbrechen.

Überdurchschnittliche Leistung gegen Lakers

Zwei Mal spielte Nelson mit Orlando gegen die Lakers in dieser Saison, und zwei Mal gewann das Team aus Florida gegen Kobe Bryant und Co.

Auch dank eines überragenden Nelson, der in diesen Spielen in fast allen Belangen weit über seinem Durchschnitt lag.

Beim 106:103-Sieg im Dezember erzielte Nelson 27 Punkte und verwandelte vier von sechs seiner Dreier-Versuche, beim 109:103 im Januar waren es sogar 28 Zähler, denen er acht Assists hinzufügte.

Im Durchschnitt lag er diese Saison bei 16,7 Punkten, 5,4 Assists und einer Dreierquote von 45,3 Prozent, mit der er unter den Top 15 der Liga rangiert.

Diagnose: Sechs Monate Pause für Nelson

Doch Anfang Februar erlitt Nelson im Spiel gegen die Dallas Mavericks eine Schulterverletzung, die gut zwei Wochen später operiert wurde.

Damals gingen die Ärzte in Orlando noch davon aus, dass es wohl sechs Monate dauern würde, bis der Guard wieder zurück auf den Basketballplatz könnte.

"Aber ich bin ein Kämpfer", meinte nun Nelson. "Wie auch immer es auf dem Feld aussieht, ich bin davon überzeugt, dass ich mithalten kann."

Alston als Ersatz

Mit Nelsons Ausfall drohte Orlando in ein Loch zu fallen, drei von sechs Spielen wurden daraufhin verloren, doch dann hatte man einen Ersatz gefunden - Rafer Alston.

Der Point Guard kam nach dem All-Star-Weekend von den Houston Rockets, fand sich sofort beim Team aus Florida zurecht und trägt großen Anteil daran, dass nun die Magic im Finale stehen und nicht Cleveland.(STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Magic nicht abhängig von Howard

Denn das ist der Vorteil der Orlando Magic. Zwar haben sie mit Center Dwight Howard einen echten Superstar in ihren Reihen, aber sie sind nicht abhängig von ihm.(112131DIASHOW: Die Top-Verdiener der NBA)

Mit Rashard Lewis, Hedo Turkoglu und auch Alston verfügt das Team über drei weitere Spieler, die problemlos 15 Punkte und mehr pro Spiel erzielen können.

Sobald die Verteidiger sich auf Howard unter dem Korb stürzen, steht mindestens einer dieser guten Schützen frei und Orlandos "Flügelzange" greift zu. Lewis verwandelt zum Beispiel 44 Prozent seiner Versuche aus dem Feld.

Zudem kann neben Streetball-Legende Alston auch der technisch versierte Turkoglu den Ball nach vorne dribbeln. Courtney Lee steht bereits in seiner Rookie-Saison in der Starting Five und warf in der Saison ebenfalls über 40 Prozent aus der Distanz.

Howard beherrscht die Zone

Dazu kommt Howards Vorherrschaft unter dem Korb. 20 und mehr Rebounds sind keine Seltenheit für den Center, im Schnitt liegt er in den Playoffs bei 15,4.

Hinzu kommen seine Athletik und die gute Arbeit unter dem Korb, die dafür sorgen, dass Howard noch fast 22 Punkte in den Playoffs beisteuert.

Orlando verteilt die Aufgaben auf mehreren Schultern, beim All-Star Game 2009 waren die Magic das einzige Team, das drei All-Stars stellte. Diese Team-Effizienz könnte auch das Rezept gegen die Lakers sein - mit oder ohne Jameer Nelson.

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