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Trevor Ariza erzielte in der Saison im Schnitt 8,9 Punkte pro Spiel © getty

Von Stan Van Gundy aussortiert, zeigt Trevor Ariza bei den Lakers nun sein Können. Im Finale will der Forward noch etwas beweisen.

Von Jessica Pulter

München - Für Orlandos Geschäftsführer Otis Smith gehört Trevor Ariza immer noch zu "seinen Jungs".

Doch in der Finalserie der NBA zwischen den Magic und den Los Angeles Lakers steht der 23-Jährige auf der anderen Seite.

Arizas Wechsel von Orlando nach L.A. war 2007 nicht ganz freiwillig, doch bei den Lakers scheint das "ewige Talent" nun endlich angekommen zu sein.

Der Small Forward mauserte sich schon während der Saison zum Starting-Five-Spieler und ist in den Playoffs ein wichtiger Faktor im Lakers-Spiel geworden, denn seine Statistiken sprechen für sich.

Erfolgreich von der Dreierlinie

Ariza schraubte seine Dreierquote in den Playoffs von 32 auf unglaubliche 50 Prozent, 30 von 60 Distanzwürfen landeten im Korb.

Dazu kommt eine Vielzahl von Steals: Allein in der Conference-Final-Serie gegen die Denver Nuggets "klaute" er elf Mal den Ball. Nicht zuletzt auch kurz vor Schluss von Spiel eins, wo sein Steal entscheidend dazu beitrug, dass die Lakers 105:103 gewannen.

"Für viele Leute ist Trevor nur ein Spieler, der jung in die NBA kam und von Team zu Team gereicht wurde", erklärt Lakers-Coach Phil Jackson. "Doch bei uns bringt er seine Leistung, und das jedes Mal."(STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Erster Teenager bei den Knicks

Mit 19 Jahren wurde Ariza von den New York Knicks an 43. Stelle gedraftet, doch in 80 Spielen brachte er es lediglich auf knapp 17 Minuten Einsatzzeit pro Partie. Zumindest setzte der Forward aber ein Ausrufezeichen, als erster Teenager für die Knicks zu spielen.

In der nächsten Saison wurde er bereits an die Magic abgegeben, aufgrund von zwei Verletzungen verpasste Ariza in den folgenden zwei Jahren aber 24 Partien.

Van Gundy sortiert Ariza aus

Mit der Verpflichtung von Coach Van Gundy 2007 war sein Abschied bei Orlando dann vorprogrammiert, denn der 2,03-m-Mann passte einfach nicht mehr ins System und wurde schon nach wenigen Spielen an die Lakers abgegeben.(113608DIASHOW: Shaq und Howard im Vergleich)

Zu einer verbalen Attacke gegen den Ex-Coach möchte sich Ariza vor den Finals aber nicht hinreißen lassen.

"In der Serie geht es doch nicht um mich, sondern ums Team", so der Forward. "Van Gundy ist ein guter Trainer, aber ich habe einfach nicht mehr reingepasst."

"Es wird ernst"

Dafür passt es bei den Lakers umso besser: Durchschnittlich 11,4 Punkte erzielt Ariza derzeit in den Playoffs, überzeugt zudem durch seine sehr gute Defensive und liegt mit seiner Dreierquote auf Platz drei der Distanzschützen in der K.o.-Runde.

In den Finals kann er nun auch Van Gundy beweisen, dass er ein wichtiger Bestandteil jeder Mannschaft sein kann.

"Meine größte Motivation ist es, den Leuten zu zeigen, dass sie falsch liegen", so Ariza. "Ich wusste schon immer, dass ich das kann. In Orlando habe ich viele Freunde gefunden, aber jetzt wird es ernst."

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