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Kobe Bryant (r.) steht bereits zum sechsten Mal in den NBA-Finals © getty

Mit einem persönlichen Rekord führt Kobe Bryant seine Lakers zum Sieg gegen die Orlando Magic. Bei den Gästen gibt es ein Comeback.

Von Jessica Pulter

München/Los Angeles - Fast 18 Minuten hat Kobe Bryant gebraucht, dann war es sein Spiel.

Beim Stand von 32:33 schnappte sich der Guard der Los Angeles Lakers in der eigenen Defensive den Rebound und sorgte offensiv für seine ersten Punkte im zweiten Viertel. Der Startschuss zum Sieg der Gastgeber.

In einer Phase von Spiel 1 der NBA-Finals gegen die Orlando Magic, als der Gegner zwar gute Wurfmöglichkeiten bekam, die aber nicht nutzte, war es Bryant, der das Heft in die Hand nahm.

12 Zähler im zweiten Viertel, unglaubliche 18 im dritten: Die "Black Mamba" war nicht zu stoppen. L.A. zog auf mehr als 20 Punkte davon und die Magic sollten nicht mehr zurück ins Spiel finden. Die Lakers gewannen 100:75.

Neuer Finals-Rekord für Bryant

Bryant ist heiß auf seinen vierten NBA-Titel: "Ich will den Titel, ich will ihn unbedingt."

Mit 40 Punkten war der 30-Jährige nicht nur bester Werfer auf dem Platz, der Superstar der Lakers zauberte auch einen persönlichen Finals-Rekord aufs Tableau.(STATISTIK: Der NBA-Playoffbaum)

Knapper Auftakt

Das Spiel begann mit viel Tempo und vielen Würfen. Beide Mannschaften verzichteten darauf, die 24-Sekunden-Uhr abzuspielen und suchten die schnellen Punkte, und die fielen.

Nach fast sieben Minuten hatte die Führung bereits sechs Mal gewechselt, Hedo Türkoglu stand bei sieben Zählern und L.A.s Bynum bei acht Punkten. Bryant blieb mit sechs Zählern und einer Quote von 3 von 9 aus dem Feld eher blass.

Bis zum Ende des ersten Viertels blieb es knapp, Orlando ging mit 24:22 in die Pause.

Nelson gibt sein Comeback

Im zweiten Viertel feierte Jameer Nelson dann nach monatelanger Pause aufgrund einer Schulterverletzung sein Comeback - und wie.

Der All-Star-Guard trumpfte auf, als wäre er nie weg gewesen. Punkte, Assists - Nelson war im Spielfluss wie ein Goldfisch im Wasser.

Doch gegen Bryant fanden die Magic defensiv kein Mittel. Es ging mit einem Zehn-Punkte-Rückstand 43:53 in die Halbzeitpause.

Katastrophale Wurfquote

Die gute Anfangsphase war wie weggefegt, bei den Magic ging offensiv kaum noch etwas zusammen, und hinten kassierten sie einen Korbleger nach dem anderen von Bryant.

"Wir haben noch nie so schlecht getroffen, wie in diesem Spiel", meinte Dwight Howard, dessen Team am Ende eine katastrophale Wurfquote von 29,9 Prozent aufwies. (113608DIASHOW: Trümmer pflastern ihren Weg)

Mit 29:15 entschieden die Lakers das dritte Viertel für sich. Zu Beginn des Schlussabschnitts führten die Gastgeber sogar mit 28 Punkten, doch da hatten die Magic das Spiel schon längst abgehakt.

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